Meldung vom 29.06.2017 16:19:21
Gartentipps für den Monat Juli - Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert

Regensburg (RL). Die extremen Wetterumschwünge halten die Gartenbesitzer dieses Jahr ganz schön auf Trab. Frühzeitiger Vegetationsbeginn gefolgt von Nachtfrösten, welche die ersten Obstbaumblüten vernichteten. Und dann, Hochsommer im Juni – was für Sonnenanbeter ein Hochgenuss, bedeutet für Gartenliebhaber: gießen, gießen, gießen…

Rosenblüte im Kreislehrgarten
Rosenblüte im Kreislehrgarten

Alle Pflanzen benötigen jetzt regelmäßig Wasser, denn bei hohen Temperaturen verstärkt schon ein laues Lüftchen die Verdunstung. Die beste Zeit zum Gießen ist den in frühen Morgenstunden, so kann die Fläche über den Tag abtrocknen und die Schnecken haben es abends schwerer, ans frische Grün zu gelangen. Am besten im Wurzelbereich gießen und nicht über die Blätter, das würde nur Blattkrankheiten fördern. Dabei ist es besser, alle drei Tage durchdringend zu wässern, so dass das Wasser auch in die tiefen Bodenschichten gelangt, als jeden Tag ein wenig oberflächlich drüber zu spritzen. Danach, oder wenn es zwischendurch mal kräftig geregnet hat, ist es sinnvoll, die Beete einmal durch zu harken. Dadurch werden die feinen Bodenkanäle in der obersten Bodenschicht unterbrochen und die Verdunstungsrate erheblich gesenkt, so dass die Feuchtigkeit länger im Boden bleibt.

Den Rasen gießen oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Wasser ist teuer und wertvoll und trockene Rasenflächen erholen sich nach einem ergiebigen Regenschauer ziemlich schnell. Dies ist also eher ein optisches Problem. Wer hingegen gießt, muss auch mähen, dabei sollten aber fünf bis sechs Zentimeter stehen bleiben, dann kommt der Rasen besser durch die Hitzetage.

Wenn sie Ihre Buchshecken noch schneiden müssen, dann nur bei bedecktem Himmel. So vermeiden Sie, dass sich die frisch geschnittenen Blätter braun verfärben.

Das Abdecken der Gemüsepflanzen mit Kulturschutznetzen, um die Schädlinge auszusperren, ist den ganzen Sommer über wichtig. Lauchmotte, Kohlfliege, Kohlweißling & Co. haben auf diese Weise keine Möglichkeit, unsere Kulturpflanzen zu schädigen. Tomaten, Paprika und Gurken benötigen Dünger und ergiebige Wassergaben, um Wachstumsstockungen zu vermeiden. Bei Zucchini und Gurken sollten die Früchte schon im jungen Zustand geerntet werden, dann sind sie zarter, die Pflanze produziert laufend nach und der Erntezeitraum kann dadurch verlängert werden.

Topfpflanzen können in der prallen Sonne leiden, z.B. durch schnelles Austrocknen des Wurzelballens. Anders als Pflanzen im Boden können sie keine Wasserreserven in tieferen Schichten anzapfen. Wurde bei der Wahl des Pflanztopfes gespart und kein doppelwandiger gekauft, kann sich das Substrat intensiv aufheizen. Je nach Herkunft der Pflanze kann die intensive Sonne zu Sonnenbrand auf den Blättern führen. Am wohlsten fühlen sie sich deshalb im Halbschatten, vielleicht unter einem Obstbaum.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon: 0941 4009-361, -362, -619) jederzeit gerne zur Verfügung.