Meldung vom 18.05.2017 13:13:20
Experimentieren an einem historischen Ort - Über 250 Schüler besuchen die Medientage zum Thema Strom
Regensburg (RL). Für die zum zweiten Mal stattfindenden „Medientage Strom“ der Medienzentren des Landkreises und der Stadt Regensburg stellt die REWAG die sanierten Besprechungsräume im ehemaligen Reinigergebäude auch dieses Jahr wieder zur Verfügung. In zwölf Veranstaltungen informieren die Referentinnen der Medienzentren, Claudia Haese-Werner und Sarah Kästner, Schülerinnen und Schüler der 3./4. Jahrgangsstufe mit Hilfe von kurzen didaktischen Filmen über das Thema Elektrizität. Im Anschluss wird in einem Quiz das neue Wissen getestet und unter Anleitung der Referentinnen der Medienzentren und der Auszubildenden der REWAG einfache Stromkreise nachgebaut. „Diese kostenlose Veranstaltung in einem Oberpfälzer Industriedenkmal abzuhalten, ist für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Wir wünschen uns auch im nächsten Schuljahr eine Fortsetzung dieser Kooperation mit der REWAG“, so Gaby Eisenhut, Leiterin des Medienzentrums Regensburger Land. Die Medientage finden jeweils montags bis zu den Pfingstferien statt. Die Schulen, die heuer keine Möglichkeit hatten, an den „Medientagen Strom“ teilzunehmen, können die Experimentierkästen „Strom“ sowie die gezeigten Filme in den beiden Medienzentren ausleihen.

2.	Schüler beim Experimentieren (Quelle: Medienzentrum Regensburger Land)
2. Schüler beim Experimentieren (Quelle: Medienzentrum Regensburger Land)

Die Geschichte des Regensburg Gaswerks
Das ehemalige Regensburger Gaswerk ist heute fast keinem Schüler mehr ein Begriff. Es wurde in den Jahren 1909/1910 im damals noch unbebauten Stadtosten Regensburgs in der Greflingerstraße errichtet. Mit einem eigenen Bahnanschluss löste es das Gaswerk an der Landshuter Straße ab. Betreiber des Gaswerkes waren die Stadtwerke Regensburg. Dr. Detlef Knipping schreibt in seinem Artikel „Kulturelles Erbe und Sorgenkind: Industriedenkmäler in der Oberpfalz“: „Die Anlage bestand neben Verwaltungs- und Werkstattgebäuden im Wesentlichen aus dem für die Gaserzeugung notwendigen Ofengebäude, dem Kohlenschuppen, dem Kessel- und Ammonniakverarbeitungsgebäude, dem Apparatehaus, dem Reinigergebäude, dem Uhren- und Reglergebäude und schließlich dem Gasbehälter.“ Erhalten sind bis heute am Gelände der REWAG noch drei Funktionsbauten des Gaswerkes wie der Gasbehälter von 1928/29. Die Gewinnung des Gases erfolgte aus Steinkohle, das im Reinigergebäude „entgast" wurde. Die Reinigung des gewonnenen Rohgases von noch enthaltenem Schwefelwasserstoff erfolgte in der Trocken-Reinigeranlage unter Einsatz von Raseneisenerz bei gleichzeitiger Umbildung zu organischem Schwefel.

Aufgrund ihrer orts-, technik- und baugeschichtlichen Bedeutung wurden die historischen Baulichkeiten des städtischen Gaswerks 2001 in die Denkmalliste der Stadt Regensburg aufgenommen.

Kontakt: Gaby Eisenhut, Telefon 0941 4009-558, E-Mail: Gaby.Eisenhut@lra-regensburg.de oder medienzentrum@lra-regensburg.de .

1.	Aufnahmen des Reinigergebäudes heute, (Quelle: REWAG)
Aufnahmen des Reinigergebäudes heute, (Quelle: REWAG)