Meldung vom 04.07.2017 09:46:44
Gesundheit im Blick: Zweite Sitzung des Gesundheitsforums im Rahmen der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Regensburg
Regensburg (RL). Im großen Sitzungssaal des Regensburger Landratsamtes traf sich vor kurzem, zum mittlerweile zweiten Mal, das im Herbst 2016 gegründete Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Regensburg. Ziel des vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Projektes ist es, die Akteure im Gesundheitswesen vor Ort stärker zu vernetzen und dadurch die Gesundheitsvorsorge sowie die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region zu verbessern. Das Gesundheitsforum stellt dabei ein fachlich kompetentes Gremium dar, dessen Aufgabe es ist, eine gemeinsame Gesundheitsstrategie zu entwickeln. Den Vorsitz haben Landrätin Tanja Schweiger und die Spitze der Stadt Regensburg. Es tagt voraussichtlich zwei Mal im Jahr. Neben der Landrätin und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer nahmen etwa 30 Akteure aus 26 verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Gesundheitsvorsorge an der Sitzung teil.

Im großen Sitzungssaal des Regensburger Landratsamtes traf sich vor kurzem, zum mittlerweile zweiten Mal, das im Herbst 2016 gegründete Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Regensburg.
Im großen Sitzungssaal des Regensburger Landratsamtes traf sich vor kurzem, zum mittlerweile zweiten Mal, das im Herbst 2016 gegründete Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Regensburg.

Zur Optimierung des Angebots in Sachen Gesundheitsvorsorge und-versorgung war für Stadt und Landkreis Regensburg eine von der AOK Bayern geförderte Bedarfsanalyse durchgeführt worden. Auch für die Region gilt der Umstand, dass Menschen in problematischen Lebenslagen meist stärker gesundheitlich beeinträchtigt sind und häufig ein ungünstiges Ernährungsverhalten, Bewegungsmangel sowie eine geringere Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen aufweisen. Oft sind auch sprachliche Barrieren und Informationsdefizite in Bezug auf gesundheitsbezogene Unterstützungsleistungen ein Thema. Eine Aufgabe des Netzwerkes kann es sein, für eine thematische Erweiterung der bereits angebotenen Kurse rund um gesunde Ernährung zu sorgen. Kostenfreie, bewegungsförderliche Angebote (auch Sturzprävention) könnten Menschen in höherem Alter dabei helfen, länger fit und selbstständig bei der Alltagsbewältigung zu bleiben. Bewegungsfördernde sowie ernährungsbezogene Angebote (zum Beispiel in Gemeinden oder Schulen und Kindertagesstätten) wären auch im Hinblick auf eine Adipositasprävention besonders wichtig.

Um eine bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, soll künftig eine stärkere Vernetzung mit weiteren Gesundheitsberufen und Beratungsstellen, etwa bei der Sicherung der medizinischen Nachwuchsfachkräfte oder bei der ambulanten und stationären Versorgung stattfinden. Im Hinblick auf den demographischen Wandel sollen auch der Ausbau von Pflege- und Unterstützungsangeboten bedacht werden. Laut Bedarfsanalyse müsse die langfristige Sicherung der flächendeckenden Hausarzt-Versorgung vorausschauend geplant werden.

Aus den genannten Herausforderungen fand sich das Gesundheitsforum zu folgenden Themenschwerpunkten in Arbeitsgruppen zusammen:

- Gesundheitsversorgung im Landkreis - Ärzte und medizinische Nachwuchsfachkräfte - Pflegebedarf/Pflegeleistungen
- Optimierung der sektorenübergreifenden Versorgung - Ausweitung der Vernetzung ambulanter und stationärer Einrichtungen mit Gesundheitsfachberufen sowie mit Beratungsstellen
- Soziale und gesundheitliche Chancengleichheit – Ausgleich beziehungsweise Reduzierung von Faktoren, die Menschen in schwierigen Lebenslagen gesundheitlich beeinträchtigen

Die Arbeitsgruppen werden sich nun in Workshops mit den jeweiligen Themenschwerpunkten auseinandersetzen und bei der nächsten Sitzung des Gesundheitsforums im Herbst einen ersten Zwischenstand präsentieren.

Das Gesundheitsforum besteht aus Vertretern von Verbänden und Einrichtungen aus den Bereichen:
Apotheken, Bildung, Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg, Integrationsarbeit, Kliniken
Krankenversicherung, Medizin, Patientenvertretung, Prävention, Psychiatrie, Psychologie, Seniorenarbeit, Sozialverwaltung des Bezirks Oberpfalz, Stationäre und ambulante Versorgung sowie Suchtarbeit

Die Arbeitsgruppen stehen weiteren interessierten Einrichtungen zur Zusammenarbeit offen. Interessierte können sich bei der Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus melden.

Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus beim Gesundheitsamt
Die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus ist beim Gesundheitsamt für den Landkreis und die Stadt Regensburg angesiedelt. Die Geschäftsstelle dient als Anlauf- und Koordinierungsstelle zwischen dem Gesundheitsforum - dem zentralen Management und Steuerungselement der Gesundheitsregion - und ihren Arbeitskreisen. Sie bündelt Informationen und begleitet zukünftige Projekte.

Bei weiteren Fragen zur Gesundheitsregionplus steht Ihnen die Geschäftsstellenleitung gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Melanie Nölkel, Tel.: 0941 4009 780, E-Mail: Melanie.noelkel@lra-regensburg.de  oder Gesundheitsregionplus@lra-regensburg.de  .