Meldung vom 29.09.2017 10:58:58
Gartentipps für den Oktober - Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert
Regensburg (RL). Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind:

Seltener Gast in unsren Gärten: der Schwalbenschwanz
Seltener Gast in unsren Gärten: der Schwalbenschwanz

Herbstzeit ist Pflanzzeit! Eine wiederkehrende Blütenpracht ohne viel Aufwand bietet die große Palette an Zwiebelpflanzen. Neben Narzissen, Tulpen und Traubenhyazinthen gibt es noch viele weniger bekannte Arten - es lohnt sich also im aktuellen Angebot zu stöbern. Das Hasenglöckchen zum Beispiel ist absolut robust und macht sich mit seinen blauen, weißen oder rosa Blüten im Garten breit ohne lästig zu werden, während der Honiglauch eine stattliche Höhe von einem Meter erreichen kann und mit einer späten Blütezeit den Übergang von Frühjahr in den Frühsommer ziert. Alle Zwiebelpflanzen wollen einen durchlässigen Boden und mögen keine Staunässe. Als Faustregel gilt: die Zwiebel zwei bis dreimal so tief setzen wie ihr Durchmesser, ein Korb aus Drahtgeflecht schützt sie vor gefräßigen Wühlmäusen. Gepflanzt wird immer in Gruppen und am besten in Kombination zu Stauden, die durch ihre Blattentwicklung im Frühsommer diesen Bereich überdecken, so dass keine unschönen Lücken entstehen.

Herbstzeit ist Erntezeit! Während die letzten Tomaten, Zucchini und Paprika noch nachreifen, sind viele Kohlarten jetzt erst voll ausgereift und können nach und nach geerntet werden. Endiviensalat, Lauch und Mangold werden laufend frisch vom Beet verwendet. Mit einem schützenden Vlies bedeckt, überstehen sie auch erste Frostnächte ohne Schaden. Bevor es ungemütlich und nass wird, sollten Speisekürbisse geentet werden. Dabei den Stil nicht ausbrechen, sondern ein Stück stehen lassen, sonst kann die Frucht schnell faulen. Trocken gelagert halten die Kürbisse sich dann bis weit in den Winter.
Die Ernte an den Obstbäumen fällt dieses Jahr sehr unterschiedlich aus, je nachdem wie sehr die Spätfröste im Frühjahr den Blüten geschadet haben. Wenn Äpfel eingelagert werden sollen, eignet sich ein frostfreier, möglichst kühler Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Äpfel werden am besten auf Holzregalen ausgelegt ohne sich gegenseitig zu berühren. Da Äpfel ein Reifegas ausströmen, sollten sie separat von anderen Früchten gelagert werden, ansonsten verkürzt sich deren Haltbarkeit. Nach dem Einlagern gilt: möglichst einmal in der Woche lüften und das Obst auf Faulstellen kontrollieren.

Herbstzeit ist Aufräumzeit! Vertrocknetes wird abgeschnitten, das Laub gerecht und entsorgt. Dabei kann man gerade jetzt viel für die Natur tun. So bietet ein Laubhaufen aus Totholz, Reisig und Laub ein ideales Winterquartier für den Igel, der im Sommer gute Dienste als Schneckenvertilger leistet. Marienkäfer überwintern in Laubhaufen und begeben sich dann im Frühjahr wieder auf Blattlausjagd. Manche Schmetterlinge überwintern an vertrockneten Pflanzenstilen und haben nur eine Chance, wenn Staudenbeete erst im Frühjahr abgeräumt werden. Man muss ja nicht gleich den ganzen Garten verwildern lassen, aber schon ein paar „wilde Ecken“ können sehr wertvoll sein.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941 4009-361, -362, -619), E-Mail: garten.landschaft@landratsamt-regensburg.de , gerne zur Verfügung.