Meldung vom 15.09.2017 10:41:02
Zusammenarbeit zwischen medbo und Kreisklinik Wörth a.d. Donau - Stärkung der neurologischen Versorgung im Landkreis Regensburg
Regensburg (RL). Mit einer Unterschrift ist am Donnerstag, 14. September 2017,  die Zusammenarbeit zwischen der medbo KU (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz) und der Kreisklinik Wörth a.d. Donau besiegelt worden. Damit verpflichtet sich die Neurologie des Bezirksklinikum zu regelmäßigen Visiten im Kreisklinikum und zur fachlichen Unterstützung in der Behandlung von Patienten.

von links Dr. Stefan Hundt, Martin Rederer, Landrätin Tanja Schweiger, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Dr. Dr. Helmut Hausner und Prof. Dr. Felix Schlachetzki.
von links: (sitzend) Martin Rederer, Landrätin Tanja Schweiger, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und  Dr. Dr. Helmut Hausner; (stehend ) Dr. Stefan Hundt und Prof. Dr. Felix Schlachetzki.


Was bereits in den vergangenen Wochen in die Praxis umgesetzt wurde, ist durch den Kooperationsvertrag auch rechtlich untermauert worden. „Der Bezirk ist stets bestrebt nicht nur durch die eigenen Kliniken die neurologische und psychiatrische Versorgung in der Oberpfalz sicherzustellen, sondern auch die gesamte regionale Krankenhausstruktur zu stärken“, erklärte Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei der Unterzeichnung. Besonders der Dreiklang aus Landkreis, Bezirk und Hochschulmedizin garantiere eine erstklassige Versorgung nahe am Menschen.

An einer fachlichen Stärkung des Kreiskrankenhauses ist auch Landrätin Tanja Schweiger sehr gelegen. „Durch die Weiterführung des neurologischen Angebots sichern wir die hohe Versorgungsqualität am Standort Wörth. Damit können wir den Bürgern im Landkreis ein sehr umfassendes medizinisches Spektrum bieten“, lobte Schweiger die Zusammenarbeit.

Viele Schnittpunkte zwischen Neurologie und Inneren Medizin

Aus der Sicht der medbo hat diese Kooperation nur Vorteile, wie Vorstand Dr. Dr. Hausner ausführte. „Jede interdisziplinäre Zusammenarbeit kann nur dem Patienten zu Gute kommen“, sagte Hausner.

Einen Glücksfall nannte auch Martin Rederer, Direktor der Kreisklinik Wörth, die Konsiliardienste in seinem Haus und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Wie die Kooperation in der Praxis aussieht, erläuterten anschließend der kommissarische Ärztliche Direktor der medbo Neurologie, Prof. Dr. Felix Schlachetzki, und der stellvertretende Ärztliche Direktor der Kreisklinik, Dr. Stefan Hundt.
An der medbo Klinik für Neurologie ist seit 1997 der Lehrstuhl für Neurologie der Universität Regensburg angesiedelt. Es kann sowohl ambulant, als auch stationär behandelt werden. Typische Krankheitsbilder sind Schlaganfälle, Hirntumore, Multiple Sklerose, Schmerzsyn-drome, Parkinson und Demenz.

Stroke Unit und TEMPiS
Mit einer überregionalen Schlaganfall-Spezialstation, einer so genannten Stroke Unit, inklusive weitreichendem Telemedizin-Netzwerk (TEMPiS), der neurologischen Intensivstation und hochqualifizierten Spezialambulanzen ist die Klinik im Bereich der Neurologie eine äußerst wichtige Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten aus Ostbayern und weit darüber hinaus. Es ermöglicht 19 Kooperationskliniken die Zuschaltung von Spezialisten des medbo Bezirks-klinikums oder des Klinikums München-Harlaching per Video-Streaming bei der Untersu-chung des Patienten. Dadurch kann eine wohnortnahe schnelle Versorgung der Patienten nach einem Schlaganfall gewährleistet werden.