Meldung vom 11.10.2017 13:31:16
Gut besuchter Volksmusikabend in Regenstauf im Rahmen der Regionaltage - Echte, bodenständige Volksmusik als „Balsam für die Seele“
Regenstauf (RL). Gut gefüllt war die Jahnhalle in Regenstauf, als es hieß: „Frisch aufgspuit und gsunga“. Kreisvolksmusikpfleger Tobias Lehner hatte die Veranstaltung organisiert und moderierte den Abend vor rund 140 Freunden echter Volksmusik.

Das Baserl-Duo, begleitet von Werner Stuber an der Zither
Das Baserl-Duo, begleitet von Werner Stuber an der Zither.

Nach der musikalischen Eröffnung durch die Tegernheimer Schnoukn begrüßte Landrätin Tanja Schweiger die mitwirkenden Sänger und Musikanten sowie die Gäste. „Er hat schon viele eigene Zeichen gesetzt“, stellte sie in Richtung Tobias Lehner fest, der die Nachfolge von Ulrike Reisinger als Kreisvolksmusikpfleger angetreten hatte. Eine ganz spezielle Idee Lehners sei es gewesen, die Regionaltage noch stärker mit Volksmusik bzw. einer Sitzweil zu bereichern, schilderte die Landrätin.

Lehner versprach einen „gemütlichen bayerischen Abend mit guter boarischer Musi und Gsangln“, die er auch als „Balsam für die Seele“ bezeichnete. Nach der Kurzvorstellung der Mitwirkenden griff Lehner in die Knöpfe seiner Steirischen und motivierte die Gäste zum Mitsingen des Liedes „Jessas Leit, heind gibt‘s a Musi“. Dies sollte nicht das einzige gemeinsam gesungene Lied sein, fünf weitere folgten im Laufe des Abends.

Die Tegernheimer Schnoukn spielten auf.
Die Tegernheimer Schnoukn spielten auf.

Während die Herkunft der Blaskapelle „Tegernheimer Schnoukn“ bereits aus dem Namen deutlich wird, verrät der Name „Stub‘nmusi d‘Wolpertinger“ nichts über die regionale Zuordnung. Ein kleiner Wolpertinger, auf einer Stange befestigt, blickt ins Publikum, er ist auch der Namensgeber. Die fünf Musikanten kommen aus der Stadt Regensburg und dem Landkreis Neumarkt. Aus Donaustauf war der Familiendreigesang Schmid angereist. Ein Heimspiel hatte das Baserl-Duo (Steffi und Vroni), begleitet von Werner Stuber an der Zither. Dass es mit der Zukunft der Volksmusik nicht schlecht bestellt ist, zeigten sowohl diese beiden jungen Damen wie auch der elfjährige Jan Grau aus Unterlaichling bei Schierling, der mit seiner Quetschen zünftig aufspielte und mehrere Volkslieder zum Besten gab. Bei einer Veranstaltung in Eggmühl hatte Landrätin Tanja Schweiger den Buben gesehen und ihn für diese Volksmusikveranstaltung eingeladen.

Das gut zweistündige Programm bot eine bunte Mischung aus bodenständiger Blasmusik, stiller, fast besinnlicher Stubenmusik und humorvollen, ortsbezogenen oder auch zum Nachdenken anregenden Liedern. Ebenso vielfältig waren die von Lehner vorgetragenen Gedichte und Geschichten, die unter anderem vom Musizieren und dem Proben oder auch vom ersten Besuch einer katholischen Messe handelten. Wie bei solchen Volksmusikabenden bzw. Sitzweilen üblich, gaben einige der Musikanten noch ein paar Zugaben. „Um die Volksmusik im Landkreis ist mir nicht bang“, lautete Lehners Fazit.