Schwangerschaftskonfliktberatung

Schwangerschaftskonfliktberatung ist die gesetzlich vorgeschriebene Beratung vor einem Schwangerschaftsabbruch (§ 219 Strafgesetzbuch). Sie soll dabei unterstützen, eine tragfähige Entscheidung zu treffen. Die Beratung ist ergebnisoffen, vertraulich und auf Wunsch anonym. Nach der Beratung wird ein Beratungsnachweis ausgestellt, der bei dem Arzt vorgelegt werden muss, der den Schwangerschaftsabbruch vornehmen wird.

Ratsuchende bekommen auch Informationen über gesetzliche Leistungen für Familien und Kinder wie Elterngeld, Kindergeld, Arbeitslosengeld II, Unterhaltsvorschuss, Kindergeldzuschlag. Außerdem können sie im Bedarfsfall einen Antrag auf Hilfen aus der Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind stellen.

Auf Wunsch kann auch über Empfängnisverhütung gesprochen werden. Die Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Voraussetzungen

Die Schwangerschaftskonfliktberatung kann von Frauen in Anspruch genommen werden, sobald sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein. Ein ärztliches Attest ist nicht erforderlich. Mit Zustimmung der Schwangeren können die Partner oder Eltern an der Beratung teilnehmen, auf Wunsch auch eine andere Vertrauensperson.

Verfahrensablauf

Vor jeder Beratung soll telefonisch ein Termin vereinbart werden. Termine sind innerhalb von ein bis drei Tagen möglich. Nach Terminvereinbarung gibt es keine nennenswerten Wartezeiten.

Die Beratungsstelle ist zu folgenden Zeiten erreichbar:

Montag, Dienstag, Mittwoch
08:00 – 12:00 Uhr
13:00 – 16:00 Uhr

Donnerstag:
08:00 – 12:00 Uhr
13:00 – 17:30 Uhr

Freitag:
08:00 – 12:00 Uhr

Weitere Termine auf Anfrage

Bemerkungen

YouTube-Filmspot des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung für die Schwangerenberatungsstellen in Bayern.
www.schwanger-in-bayern.de 

Erforderliche Unterlagen

Falls ein Beratungsnachweis ausgestellt werden soll, muss ein Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden, auch bei anonymer Beratung.

Kosten

Alle Angebote sind kostenlos.

FAQ

Nach der Beratung können Adressen genannt werden, wo Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden.
Die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch sind in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) geregelt und unterliegen den Beschränkungen nach § 2 Abs. 1 und § 5a GOÄ.