Wohngeld beantragen für Heimbewohner

Wohngeld gibt es für volljährige Personen, die in einem Heim untergebracht sind. Das Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es soll Heimbewohner dabei unterstützen, die Kosten des Heimaufenthalts zu tragen. Nach dem Bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetz sind Heime Einrichtungen, welche ältere, pflegebedürftige oder behinderte Volljährige aufnehmen, ihnen Wohnraum überlassen sowie Betreuung und Verpflegung zur Verfügung stellen bzw. vorhalten. Diese Einrichtungen sind in ihrem Bestand von Wechsel und Zahl der Bewohner unabhängig und werden entgeltlich betrieben.

Voraussetzungen

  • Mieter von Wohnraum in einem Alten- und/oder Pflegeheim 
  • als berücksichtigungsfähige Miete gelten die nach dem Wohngeldgesetz vorgesehenen Miethöchstbeträge. 
  • Empfänger von Grundsicherung und/oder Sozialhilfe können nur dann Wohngeld erhalten, wenn damit Anteile an Grundsicherung und/oder Sozialhilfe abgedeckt werden können, welche nach der Anrechnung von Einkommen in der Bedarfsberechnung der Sozialhilfe verbleiben.

Ausgeschlossen vom Wohngeld sind grundsätzlich

  • Antragsteller oder Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) und
  • Grundsicherung, soweit diese Leistungen höher als das Wohngeld sind, sowie
  • Bezieher der Kriegsopferfürsorge,
  • Asylbewerber und
  • Wehrpflichtige sowie
  • alleinstehende Personen, die Anspruch auf BAFöG oder Berufsausbildungsbeihilfe haben,

weil die Unterhaltskosten in diesen Rechtsbereichen bereits einberechnet sind.

Kein Anspruch auf Wohngeld besteht, soweit die Inanspruchnahme missbräuchlich wäre, insbesondere wegen erheblichen Vermögens.

Verfahrensablauf

  • Wohngeld wird nur auf Antrag gewährt. Der Antrag kann grundsätzlich nicht rückwirkend gestellt werden. Wohngeld wird grundsätzlich ab dem Ersten des Monats bewilligt, in dem der Antrag gestellt worden ist.
  • Antragsformulare sind
    • bei der Wohnsitzgemeinde,
    • bei der Wohngeldstelle oder
    • nachfolgend zum Download erhältlich.
  • Der Antrag ist nach Ausfertigung und Unterzeichnung bei der Wohngeldstelle des Landratsamtes Regensburg einzureichen.
  • Die Wohngeldstelle ermittelt alle relevanten Daten zur Wohngeldberechnung. Wurde der Antrag unvollständig gestellt, erhält der Antragsteller Nachricht durch die Wohngeldstelle. Der Antragsteller hat bei der Ermittlung des Sachverhaltes mitzuwirken, damit eine Entscheidung über den Antrag möglich wird.
  • Der Antragsteller erhält zu seinem Antrag einen Bescheid (mit Rechtsbehelfsbelehrung). Dem Bescheid ist eine Berechnung über die Ermittlung des Wohngeldanspruches angefügt.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Wohngeld - Mietzuschuss
  • Kostenübernahmebescheid des zuständigen Bezirkes 
  • Heimbescheinigung 
  • Einkommensnachweise
    • Rentenbescheid/e und aktuelle Rentenanpassungsmitteilungen (zu allen Renten, welche bezogen werden, z.B. Alters- / Witwenrente, Zusatzrente, Betriebsrente etc.) 
    • Kopien evtl. notarieller Verträge oder Urkunden mit Ansprüchen auf Leistungen des Heimbewohners (Austrag, Wart und Pflege, Taschengeld etc.) 
    • Schwerbehindertenausweis
    • Bescheid der Pflegekasse über die Einstufung nach dem Pflegeversicherungsgesetz (Pflegestufe)

Kosten

  • Für das Wohngeldverfahren fallen keine Kosten an, so lange das Verfahren bei der Wohngeldstelle geführt wird.
  • Dies gilt gleichermaßen für eine Entscheidung der Regierung der Oberpfalz über einen Widerspruch.
  • Im Falle einer Klageerhebung zum Bayer. Verwaltungsgericht Regensburg entstehen Gerichtskosten.

FAQ

An wen wird Wohngeld für Bewohner von Heimen ausbezahlt?
Soweit die Heimkosten durch den Antragsteller selbst in voller Höhe bezahlt werden, an den Antragsteller. Soweit der Sozialhilfeträger (in der Regel der Bezirk) die Heimkosten zumindest in Höhe des Wohngeldanspruches trägt, an den Sozialhilfeträger.

Formulare und weiterführende Infos

Formulare

  • Wohngeld
    Informationen des zuständigen Bundesministeriums zum Thema Wohngeld