Niederschlagswasser in privaten oder gewerblichen Anwesen - Beseitigung beantragen

Wer das auf Dachflächen, bebauten oder befestigten Flächen anfallende Niederschlagswasser gezielt in den Untergrund oder in ein oberirdisches Gewässer einleiten möchte, benötigt normalerweise eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Unter bestimmten Voraussetzungen wird keine Erlaubnis benötigt.

Voraussetzungen

Das Versickern von Niederschlagswasser ist erlaubnisfrei, wenn die Voraussetzungen der Niederschlagswasserfreistellungsverordnung (NWFreiV) und die dazugehörigen Technischen Regeln zum schadlosen Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser in das Grundwasser (TRENGW) eingehalten werden.

Wird das Niederschlagswasser in ein oberirdisches Gewässer eingeleitet, ist es im Rahmen des Gemeingebrauchs erlaubnisfrei, wenn die dazugehörigen technischen Regeln zum schadlosen Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser in oberirdische Gewässer (TRENOG) eingehalten werden.

Hinweis: Vorgenannte Verordnungen und Regeln finden siehe unter „Rechtsgrundlagen“

Verfahrensablauf

  • Die Erlaubnis kann im Zuge eines Baugenehmigungsverfahrens beantragt werden. 
  • Andernfalls ist sie gesondert formlos schriftlich zu beantragen.

Erforderliche Unterlagen

  • Formloser Antrag 
  • Planunterlagen nach der WPBV (u. a. Lageplan, Sickerprognose)

Kosten

  • 100,00 Euro bis 2.500,00 Euro

FAQ

  1. Gibt es Gebiete, in denen ich immer eine Erlaubnis benötige?
    Ja, im Wasserschutzgebiet oder auf Altlastenflächen. 
  2. Muss es sich um reines Niederschlagswasser/Regenwasser für die erlaubnisfreie Versickerung oder Einleitung handeln?
    Ja, es darf nicht mit Schmutzwasser, wassergefährdenden Stoffen oder sonstigen Verunreinigungen vermischt sein.

Formulare und weiterführende Infos

Weiterführende Informationen