Meldung vom 02.11.2017 13:44:42
Gartentipps für den Monat November - Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert
Regensburg (RL). Der Herbst zeigt sich noch einmal von seiner farbenprächtigen Seite. Das Gartenjahr, das alles in allem doch wieder erfolgreich war, neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Vor dem Winter gibt es allerdings im Garten noch einiges zu erledigen:

Herbststimmung im Garten
Herbststimmung im Garten

Blumenzwiebeln gehören jetzt in die Erde. Schneeglöckchen, Krokus, Winterling und Co. können dann noch einwurzeln und sich an den Standort gewöhnen, bevor der Frost das Pflanzen unmöglich macht.

Generell ist im Herbst Pflanzzeit. Solange der Boden noch nicht gefroren ist, können Gehölze gepflanzt werden. Bei Gräsern und Stauden sollte man in sehr feuchten Lagen von einer Herbstpflanzung absehen.

Überlange Rosentriebe werden im Herbst nur eingekürzt, der richtige Pflegeschnitt findet erst im Frühjahr statt. Manche Rosensorten blühen noch bis zum Frost, andere setzen im Sommer schon die Hagebutten an, die wiederum von der Tierwelt in kalten Wintern gern verspeist werden.

Empfindliche Kübelpflanzen sollten vor den ersten Frösten ins Winterquartier verbracht werden. Laubabwerfende Pflanzen wie Fuchsien, Geranien, Granatapfel brauchen kein Licht zum Überwintern und es reichen rund fünf bis zehn Grad Celsius. Rosmarin, Oleander und Zitronen bevorzugen einen hellen und sehr kühlen Standort. Es empfiehlt sich ein heller Fensterplatz in einem ungeheizten Raum.
Hell, aber wärmer, bei 16 bis 18 Grad überwintern sollten Hibiskus, Schönmalven und die Bougainvillea.
Wer die weniger empfindlichen Pflanzen lieber länger im Freien stehen lassen will, kann diese vor angesagten frostigen Nächten mit einem Gartenvlies oder mit Decken schützen.

Das Laub sollte von den Rasenflächen entfernt werden, denn dicke Laubschichten ersticken das Gras. Man kann diesen Arbeitsgang mit dem Rasenmäher erledigen. Das so „gehäckselte“ Laub eignet sich hervorragend zum Abdecken oder Mulchen verschiedener Beete oder Gehölzpflanzungen - oder man kompostiert es.

Verblühte Stauden und Gräser haben bei Frost einen hohen Zierwert. Die hohlen Stängel dienen Insekten als Versteck und die Samenkapseln sind als „snacks“ sehr beliebt. Gräser werden generell im Frühjahr zurück geschnitten. Die Pflanzen sollten deshalb aus ökologischen Gründen so lange wie möglich auf den Beeten stehen bleiben. Die Abräumarbeiten sind im Frühjahr viel leichter zu erledigen als im Herbst.

Die Gemüsebeete sind abgeerntet. Für die Ansaat von Gründünger ist es zu spät, aber der offene Boden lässt sich auch mit Laub ganz effektiv bedecken. Umgraben sollte man wirklich nur noch bei sehr lehmigen Böden um die Frostgare im Winter auszunutzen.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941 4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.