Meldung vom 13.09.2018 12:48:25
Zweites Seminar der Gartenschule des Kreisverbands für Gartenkultur und Landespflege - Kinder verarbeiten Tomaten und sammeln Tomatensamen für das nächste Jahr
Regensburg (RL). Leckeres Gemüse selbst ziehen und danach auch noch ernten und verarbeiten - das sind die wesentlichen Inhalte der Gartenschule des Kreisverbandes Regensburg für Gartenkultur und Landespflege. Dabei geht es darum, den Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren das Verständnis für Zusammenhänge und Abläufe in der Natur zu erklären und dieses Wissen durch die eigenen Erfahrungen zu vertiefen. Für das zweite Modul der Gartenschule bot sich als Veranstaltungsort der Albert-Plagemann-Kreislehrgarten in Regenstauf geradezu ideal an, da hier ungestört und mit „allen Sinnen“ gearbeitet werden kann.

Schnippeln, probieren und verarbeiten – die Kinder waren konzentriert und mit Eifer bei der Sache. Foto: B. Willamowski
Schnippeln, probieren und verarbeiten – die Kinder waren konzentriert und mit Eifer bei der Sache. Foto: B. Willamowski

Unter dem Motto „Aus dem Beet auf den Teller – Alles Ketchup oder was“ zeigten dabei Christine Gietl (Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege) und Stephanie Fleiner (Geschäftsführerin des Kreisverbandes Regensburg für Gartenkultur und Landespflege) den Kindern, wie man Tomaten verwertet und Tomatensamen sammelt. Im Anschluss an einen Rundgang durch den Kreislehrgarten, bei dem die beiden Betreuerinnen auf die verschiedensten Bereiche aufmerksam machten, wurden im Bauerngarten die Beete und Hochbeete genauer begutachtet. In Gesprächen ging es dort um die verschiedenen Gemüsesorten, ehe die Kinder selbst Hand anlegen durften.

Im ersten Modul der Gartenschule, das im Frühjahr stattfand, hatten die Kinder unter Anleitung Tomatenpflanzen gesät, gepflanzt und getopft und diese anschließend den Sommer über gepflegt. Zum zweiten Modul brachten die Teilnehmer nun zum Teil ihre eigenen Tomaten mit. Durch das gemeinschaftliche Verkosten der unterschiedlichen Tomatenfrüchte bekamen die Kinder ein Bewusstsein dafür, dass es viele Sorten gibt und dass viele dementsprechende Pflanzen notwendig waren, um diese Sortenvielfalt zu erhalten. In einem nächsten Schritt lernten die Kinder, wie man die Samen vom Fruchtfleisch trennt, wie die Samen sauber gemacht werden und dass man sie trocknen muss, um sie bis zum nächsten Frühjahr lagern zu können. Um die Samen gut verpackt mit nach Hause nehmen zu können, bastelten und beschrifteten die Kinder selbst Samentütchen. Diese wurden anschließend fleißig getauscht, denn jeder will nächstes Jahr viele verschiedene Tomatensorten selbst ansäen.

Die Verwertung und Konservierung der Tomaten aus unseren Gärten war ein weiterer Schwerpunkt im zweiten Modul. Eine große Menge verschiedenster Tomaten wurde kleingeschnitten, gekocht, passiert, mit Gewürzen verfeinert und als Tomatenketchup in Gläser abgefüllt. Dass so ein selbstgemachtes Tomatenketchup lecker schmeckt - darüber waren sich alle teilnehmenden Kinder einig.