Meldung vom 07.11.2017 12:49:26
Wettbewerb: Strategien guter Suchtprävention an Schulen in der Oberpfalz

Regensburg (RL). Der Suchtarbeitskreis des Gesundheitsamts beim Landratsamt Regensburg nimmt auch in diesem Jahr am Präventionswettbewerb „Strategien guter Suchtprävention an Schulen in der Oberpfalz“ teil. Der Wettbewerb wird vom Suchtarbeitskreis Oberpfalz ausgerichtet und wendet sich an alle Schulen in der Oberpfalz, von der Grundschule bis zum Gymnasium, einschließlich der Berufsschulen des Landkreises und der Stadt Regensburg. Präventionsfachkräfte des Gesundheitsamtes unterstützen Lehrer, Eltern und Schüler bei Fragen zur Suchtprävention, Aktionen wie der Organisation von Theatern oder Seminaren sowie bei konkreten Fragen zum Wettbewerb.

Die Sieglinde-Nothacker-Stiftung stellt wieder Preise in Höhe von 1.750 Euro für zwei Schulen im Landkreis und zusätzlich in gleicher Höhe für zwei Schulen in der Stadt Regensburg zur Verfügung. Die Preise werden am Schuljahresende in einer Feierstunde im Landratsamt öffentlich überreicht.

Wer mitmacht gewinnt - dabei sein ist alles!
Mit dem Preisgeld können bestehende Projekte und Aktivitäten der Suchtprävention inhaltlich und finanziell unterstützt werden. Darüber hinaus ist es möglich, auch für neu anstehende Projekte Unterstützung über die Stiftung bzw. den Suchtarbeitskreis zu erhalten.

Bewerben können sich Schulen, die für die Suchtprävention ein Gesamtkonzept erstellt haben sowie an laufenden Projekten der schulischen Suchtprävention arbeiten, welche langfristig angelegt sind oder mindestens bis zum Schuljahr 2016/17 aktuell waren. Auch mit grenzüberschreitenden Suchtpräventionsprojekten mit europäischen Partnerschulen, die einen gemeinsamen Antrag stellen, kann man sich bewerben.

Folgende Kriterien sollten erfüllt werden: 

  • nachhaltig, also langfristig angelegte Projekte mit dokumentierten Erfolgen wie „Klasse 2000“, „Nichtraucherwettbewerb Be smart don´t start“, „Lions-Quest-Programme“, „PiT-Prävention im Team“, eigene Suchtpräventionstage 
  • konstruktive Verhaltenstipps kombiniert mit der Steuerung von Rahmenbedingungen, wie alkoholfreie Schulfeste, günstige Preisgestaltung für alkoholfreie Getränke oder Entwicklung einer Schulvereinbarung „Suchtprävention“ 
  • vernetzt durchgeführte Schulveranstaltungen, die in Kooperation mit den Fachstellen vor Ort durchgeführt werden und Schüler und Eltern aktiv einbinden 
  • Aktivitäten, die die Lebenskompetenzen, Gesundheit und Entwicklung der Schülerinnen und Schüler stärken

TIPP:
Gute Suchtprävention misst sich nicht an spektakulären Einzelaktionen oder abschreckenden Darstellungen von Sucht, sondern an zahlreichen, immer wiederkehrenden, positiven Anstößen im alltäglichen Leben, an positiven Vorbildern und besonders an förderlichen Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen.

Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen gibt es unter www.suchtinfo-oberpfalz.de sowie am Gesundheitsamt Regensburg bei Helga Salbeck, Tel. 0941 4009-740, E-Mail: helga.salbeck@lra-regensburg.de . Einsendeschluss ist am 18. Mai 2018.

Zusatzinfo Lebenskompetenzen:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zehn zentrale Lebenskompetenzen definiert, die Menschen helfen können, psychisch gesund zu bleiben: 

  1. Selbstwahrnehmung: die Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse, des eigenen Charakters, der Stärken und Schwächen, Wünsche und Abneigungen 
  2. Empathie: die Fähigkeit, sich in eine andere Person hinein zu versetzen und Mitgefühl und Verständnis zu entwickeln 
  3. Kreatives Denken: kognitive Fähigkeit, über den direkten Erfahrungshorizont hinauszuschauen, die vorhandenen Alternativen und deren Konsequenzen abzuschätzen und Aktivitäten zu planen 
  4. Kritisches Denken: die Fähigkeit, Informationen und Erfahrungen objektiv zu analysieren 
  5. Entscheidungsfähigkeit: die Fähigkeit, Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und konstruktive Entscheidungen zu treffen 
  6. Problemlösefertigkeit: konstruktiver Umgang mit Problemen des Alltags 
  7. Effektive Kommunikationsfertigkeit: sich sowohl verbal als auch nonverbal ausdrücken zu können und die eigenen Meinungen und Wünsche, Bedürfnisse und Ängste zu äußern 
  8. Interpersonale Beziehungsfertigkeiten: die Fähigkeit, Beziehungen und Freundschaften zu schließen und aufrecht zu erhalten 
  9. Gefühlsbewältigung: die eigenen Gefühle und die anderer wahrzunehmen, angemessener Umgang mit Emotionen 
  10. Stressbewältigung: Ursachen von Stress im Alltag und dessen Auswirkungen erkennen, Strategien beherrschen, um das Stressniveau zu kontrollieren.

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