Gartentipps für den Monat November

„Heidekraut – bunter Jahresabschluss auf den Gräbern“,  Foto LRA/Gietl
„Heidekraut – bunter Jahresabschluss auf den Gräbern“, Foto LRA/Gietl

29.10.2019 Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind:

Traditionell widmen wir im Spätherbst unseren Gräbern erhöhte Aufmerksamkeit. Verblühtes wird beseitigt, das Grab mit einer neuen Bepflanzung noch einmal aufgewertet. Gut geeignet hierfür sind Astern und Chrysanthemen, die mit einem breiten Farbspektrum über erste Fröste hinaus durchhalten. Auch Horn- oder Alpenveilchen, Heidekraut und Stiefmütterchen setzen farbige Akzente.

Kombiniert wird mit ausdauernden Blattschmuckstauden wie dem Purpurglöckchen, die mit Blättern in unterschiedlichen Rottönen für Herbststimmung sorgen. Aber auch hier gilt: Weniger ist oft mehr! Wenn zu viele Farben miteinander konkurrieren, kommt keine wirklich zur Geltung. Lieber mit nur drei Farben eine entschiedene Kombination zusammenpflanzen und mit einem grünen Rahmen aus geeigneten Bodendeckern einen zusätzlichen Kontrast setzen. Efeu, kleines Immergrün oder die Kriechspindel sind hierfür genauso geeignet wie das Sternmoos oder das Fiederpolster. Im Unterschied zur Frühjahrs- oder Sommerpflanzung ist zu beachten, dass die Pflanzen jetzt nicht mehr an Größe zunehmen, sie müssen also enger pflanzen, um von Anfang an keine Lücken in der Pflanzung zu haben.

Im Garten hält der November hoffentlich noch ein paar sonnige Stunden für uns bereit. Auf den Gemüsebeeten finden sich noch Rosenkohl, Lauch und Feldsalat; die bereits abgeräumten Bereiche freuen sich über eine Laubschicht, sofern nicht eine Gründüngung angesät wurde.

Viel organisches Material ist im Herbst angefallen und sollte zerkleinert und gut gemischt auf den Kompost wandern. Gemeinsam mit dem bereits halb verrotteten Material, das im Lauf des Sommers gesammelt wurde, wird nun umgesetzt und neu aufgeschichtet. So sorgt man für eine gute Sauerstoffzufuhr und beste Voraussetzungen zur Verrottung. Sobald der Behälter gefüllt ist, wird er mit alten Jutesäcken oder – noch besser mit circa 200g/m² schwerem Vlies abgedeckt. Dieses ist in der Lage, Niederschlagswasser abzuleiten und damit einen Nährstoffaustrag durch Auswaschung zu vermeiden.

Jetzt noch Werkzeug und Geräte pflegen. Dazu werden zuerst Reste von Erde entfernt und eventuell vorhandener Rost mit Stahlwolle abgebürstet. Spaten und Hacke werden bei Bedarf mit einer Feile geschärft. Eine dünne Schicht Pflanzenöl verhindert neuen Rost auf Metallteilen und pflegt Holzstiele von allen Werkzeugen. Schnittwerkzeug wie Baumscheren werden ebenfalls gereinigt, geschliffen und zusätzlich desinfiziert, um eine Übertragung von Krankheiten bei der nächsten Schnittmaßnahe zu vermeiden.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon: 0941 4009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

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