Landkreis Regensburg legt seinen 2. Bildungsbericht vor

Landrätin Tanja Schweiger und Katharina Brückner stellten den Bildungsbericht vor. (Foto: Astrid Gamez)
Landrätin Tanja Schweiger und Katharina Brückner stellten den Bildungsbericht vor. (Foto: Astrid Gamez)

08.11.2019 Der Landkreis Regensburg hat seinen 2. Bildungsbericht veröffentlicht. Der Bericht, der Bestandteil des Programms „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds ist und an den 1. Bildungsbericht aus dem Jahr 2017 anschließt, stellt aktuelle Daten zum lebenslangen Lernen sowie die Entwicklungen in den vergangenen beiden Jahren dar. Außerdem wurden neue Inhalte ergänzt, insbesondere das Querschnittsthema Digitalisierung und ein Kapitel zur Seniorenarbeit. Elf Praxisbeispiele beleuchten besonders vorbildliche Projekte und Institutionen im Landkreis.

Besonders stark prägt den Landkreis Regensburg laut Bildungsbericht die große Vielfalt der non-formalen Bildung – von Familienbildung über kulturelle und ökologische Einrichtungen bis hin zu Jugend- und Vereinsarbeit. „Das ehrenamtliche Engagement spielt bei uns nach wie vor eine zentrale Rolle und profitiert von den vorhandenen Unterstützungsstrukturen, wie zum Beispiel der Vereinsschule,“ so Landrätin Tanja Schweiger. Bildung habe im Landkreis Regensburg insgesamt einen hohen Stellenwert. „Und sie muss für alle und in jedem Alter zugänglich sein. Darauf werden wir auch künftig mit aller Kraft hinwirken.“ 

Die sechs Hauptkapitel befassen sich mit den Themen regionale Rahmenbedingungen, frühkindliche Bildung und Betreuung, allgemein bildende Schulen, berufliche Bildung und Hochschulen, Weiterbildung und non-formale Bildung. Insgesamt ist der Landkreis Regensburg in allen Bildungsbereichen gut aufgestellt, so das Fazit von Bildungsmonitorerin Katharina Brückner. Gleichzeitig sieht sie Herausforderungen und Chancen in der künftigen gesellschaftlichen Entwicklung im Landkreis. So wächst beispielsweise mit der insgesamt stetig steigenden Bevölkerungszahl auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund. Diese gelte es in allen Altersstufen zu fördern und zu integrieren. Immer mehr an Bedeutung gewinnt die frühkindliche Bildung und Betreuung, die quantitativ und qualitativ auszubauen sei. Analysiert wird im Bildungsbericht auch die berufliche Bildung. „Die Jugendlichen und Betriebe brauchen auch weiterhin Unterstützung bei der Berufsfindung beziehungsweise der Rekrutierung und bei eventuell auftretenden Problemen während der Ausbildung“, so Brückner. Die Verantwortliche für das Bildungsmonitoring schlägt außerdem vor, das Potenzial von Studienabbrechern, aber auch von Neuzugewanderten und Geringqualifizierten in Zukunft noch besser auszuschöpfen.

Der 2. Bildungsbericht steht als PDF hier zum Download bereit.

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