Landrätin verlieh die Kulturpreise 2019

Die Burgruine Laaber war Veranstaltungsort der diesjährigen Verleihung des Kulturpreises des Landkreises Regenburg, von links: 3. Bürgermeister Josef Schindler (Markt Regenstauf), Landrätin Tanja Schweiger, Prof. Dr. Peter Morsbach, Erika Eichenseer, Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer, Albert Schettl, 3. Bürgermeisterin Gabriele Drallmer (Stadt Neutraubling), Bürgermeister Hans Schmid (Markt Laaber) sowie die Formation der „Die Jungen Wilden aus`m Labertal“. (Foto: LRA Regensburg, Hans Fichtl)
Die Burgruine Laaber war Veranstaltungsort der diesjährigen Verleihung des Kulturpreises des Landkreises Regenburg, von links: 3. Bürgermeister Josef Schindler (Markt Regenstauf), Landrätin Tanja Schweiger, Prof. Dr. Peter Morsbach, Erika Eichenseer, Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer, Albert Schettl, 3. Bürgermeisterin Gabriele Drallmer (Stadt Neutraubling), Bürgermeister Hans Schmid (Markt Laaber) sowie die Formation der „Die Jungen Wilden aus`m Labertal“. (Foto: LRA Regensburg, Hans Fichtl)

25.07.2019 Der Landkreis Regensburg hatte am Montag, 22.07.2019, seine Kulturschaffenden auf die Burgruine Laaber zur feierlichen Verleihung der Kulturpreise 2019 eingeladen. Etwa 200 Gäste waren der Einladung von Landrätin Tanja Schweiger gefolgt. Den musikalischen Part übernahmen mit den „Die Jungen Wilden aus`m Laabertal“ gleich die diesjährigen Jugendkulturpreisträger, die eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass sie diese Auszeichnung zu Recht erhalten haben. Mit dem Kulturpreis für das Lebenswerk wurde Amateurfilmer Albert Schettl aus Neutraubling ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Kulturpreis des Landkreises Regensburg ging an Prof. Dr. Peter Morsbach, der damit der zwölfte Preisträger des seit 2008 ausgelobten Preises ist.

Landrätin Tanja Schweiger dankte der Kulturpreisjury unter der Leitung von Stellvertretendem Landrat Willi Hogger für die geleistete Tätigkeit. Einmal mehr habe die Jury eine sehr gute Auswahl getroffen. „Die drei Preisträger haben die Anforderungen an diese Auszeichnung mehr als erfüllt. Sie leben und wirken nicht nur im Landkreis Regensburg, sondern haben auch hervorragende Leistungen auf kulturellem, künstlerischem Gebiet erzielt und sind daher würdige Träger der höchsten Auszeichnung, die der Landkreis Regensburg auf kulturellem Gebiet zu vergeben hat.“

Hier die Kurzfassungen der Laudationes:

(Laudator Dr. Thomas Feuerer) Prof. Dr. Peter Morsbach verbindet seit mehr als drei Jahrzehnten in seinem intensiven ehrenamtlichen und beruflichen Engagement die allgemeine Kulturpflege, Heimat-, Brauchtums- und Denkmalpflege, Erwachsenenbildung und herausragende wissenschaftliche Leistungen mit seinen Arbeiten zur Kultur-, Geistes-, Kirchen- und Kunstgeschichte sowie zur Heimat- und Volkskunde des Landkreises Regensburg. Mit Forschergeist und wissenschaftlicher Präzision erschließt er die kunsthistorischen Schätze und Kleinode der Region. Er gehört sicher zu den fundiertesten Kennern der Kunstgeschichte der Orte und Denkmäler im Landkreis. Mit Witz und Fachwissen gelingt es ihm, seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum nahe zu bringen und diesem neben den weithin bekannten Meisterwerken eine Vielzahl von verborgenen und unbekannten Schätzen sichtbar zu machen. In seinen zahlreichen Publikationen, aber auch in unzähligen Führungen und Exkursionen im gesamten Landkreis eröffnete er bereits vielen tausend Gästen einen neuen Blick auf die kulturellen Besonderheiten unserer Heimat.

(Laudatorin Erika Eichenseer) Der leidenschaftliche Amateurfilmer Albert Schettl ist seit Jahrzehnten weit über den Landkreis hinaus für seine ambitionierten Dokumentationen und Lehrfilme bekannt. In seinem beeindruckenden Lebenswerk, das mittlerweile über 70 Filme umfasst, hat er sich vor allem mit „aussterbenden“ Handwerksberufen wie zum Beispiel dem Körblzäunen oder dem Fasslpichen, mit traditionsreichem Brauchtum wie dem Brauen von Zoigl-Bier in einem Kommunbrauhaus oder mit landwirtschaftlichen Themen wie der Karpfen- und Forellenzucht beschäftigt. Sehr viele seiner Arbeiten, für die er regelmäßig höchste Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene erhielt, entstanden in der Region. Als akribischer filmischer Dokumentar hat er sich große Verdienste um seine Heimat erworben.

(Laudatorin Landrätin Tanja Schweiger) Die „Jungen Wilden aus´m Laabertal“ wurden 1996 als Nachwuchsgruppe der Laabertaler Musikanten und der Deuerlinger Blasmusik gegründet. Seitdem verstehen sie sich als Nachwuchsschmiede für junge Blasmusiker, die in den bestehenden Blaskapellen die traditionelle Blasmusik und auch alte Bräuche aufrechterhalten und weiterhin pflegen wollen. Die hervorragende, weitgehend ehrenamtlich geleistete Jugendarbeit „von jungen Leuten für junge Leute“ (immerhin sechzig Prozent der aktuellen Führungskräfte sind unter 25 Jahren) strahlt weit über die Gemeindegrenzen hinaus: Aktuell kommen die etwa 100 in verschiedenen Formationen aktiven Musikanten unter anderem aus Brunn, Beratzhausen, Hemau, Laaber und sogar aus Regensburg. Mit zahlreichen selbst initiierten Veranstaltungen bereichern die Jungen Wilden seit mehr als zwanzig Jahren das Kulturleben im westlichen Landkreis Regensburg in ganz erheblichem Maße.

Nach der Kulturpreisverleihung fand im idyllischen Innenhof der Burgruine das Kultursommerfest des Landkreises statt. Bei schönem Sommerwetter konnten die Kulturschaffenden bei bester musikalischer Unterhaltung durch das Regensburger Trio „Adabei“ (Benedikt Dreher, Roland Huber, Alexander Gotthard) den festlichen Tag in angenehmer Atmosphäre ausklingen lassen.

Kategorien: Landkreis, Kultur

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