Frühzeitige Bewerbung um Weiterförderung der Gesundheitsregionplus

13.02.2020 Stadt und Landkreis Regensburg bewerben sich gemeinsam für die Weiterführung des Förderprogramm „Gesundheitsregionplus“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die zuständigen Stadtratsgremien der Stadt Regensburg und der Kreisausschuss des Landkreises Regensburg werden sich in ihren nächsten Sitzungen mit einer Weiterförderung des Projektes befassen. Die neue Förderperiode ist auf den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2025 festgelegt.

Seit 2016 sind Stadt und Landkreis Regensburg eine der derzeit rund 50 Gesundheitsregionenplus in Bayern. Die erste Förderphase endet zum 31.12.2020. Der Freistaat signalisierte bereits, dass das erfolgreiche Förderprogramm für die Regionen der ersten und zweiten Förderphase mit Start in den Jahren 2015 und 2016 verlängert wird. Die Ausschüsse in Stadt und Landkreis sind derzeit mit der Beschlussfassung betraut, das Projekt für Regensburg um weitere 5 Jahre fördern zu lassen. Im Anschluss wird die offizielle Bewerbung folgen, den Titel „Gesundheitsregionplus“ auch in Zukunft weiterführen zu dürfen. 

Hauptaufgabe der Gesundheitsregionenplus ist es, die Akteure im Gesundheitswesen vor Ort stärker zu vernetzen und dadurch die Gesundheitsvorsorge sowie die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region zu verbessern. „Optimal vernetzt, bestens versorgt“ – das ist unser Motto“, so Landrätin Tanja Schweiger. Der Vernetzungsgedanke, der dem Förderprogramm zugrunde liegt, bilde die Basis der Arbeit. „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind komplex. Da braucht es vereinte Kräfte, die an einem Strang ziehen“, sagt Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Das oberste Ziel des Förderprogramms „Gesundheitsregionenplus“ ist die Verbesserung des Gesundheitszustands der Bevölkerung, gerade auch im Hinblick auf die gesundheitliche Chancengleichheit und die Erhöhung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. 

Dabei wurden bisher vorrangig die beiden Handlungsfelder Gesundheitsförderung / Prävention sowie die Gesundheitsversorgung bearbeitet. Etwa ein- bis zweimal pro Jahr trifft sich das sogenannte Gesundheitsforum. Dieses Expertengremium setzt sich aus den Führungskräften der Mitglieds-institutionen und -organisationen zusammen. Gemeinsam werden das Vorgehen und die Fokusthemen besprochen. In den Arbeitsgruppen, Arbeitskreisen und Projektgruppen werden dann die strategischen Entscheidungen aus dem Gesundheitsforum in konkrete Vorhaben und Maßnahmen umgesetzt.

So konnte beispielsweise als richtungsweisendes Projekt eine gemeinsame „Jobmesse Gesundheit“ zur Anwerbung von Fachkräften, vor allem in der Pflege, gemeinsam mit zwölf Partnern umgesetzt werden. „Natürlich ist das Problem des Pflegenotstandes damit nicht gelöst, aber es hat sich eine erste Gruppe gefunden, die auch künftig gemeinsam an den Themen weiterarbeiten möchte“, führt Landrätin Tanja Schweiger weiter aus. „Diese Vernetzungsstrukturen aufzubauen, ist ganz zentral. Viele der Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam und unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten bearbeiten“, erklärt Geschäftsstellenleiterin Dr. Simone Eckert. Die Geschäftsstelle ist die neutrale wie zentrale Anlaufstelle und Impulsgeberin für Aktionen und Projekte der Gesundheitsregionplus. Sie bereitet die Umsetzung vor und begleitet die Arbeitstreffen. Den fachlichen Input für die Aktionen und Maßnahmen vor Ort liefern die Mitgliedsinstitutionen. Sie sind die Fachexperten. Um das Wissen und die ersten bearbeiteten Themenfelder transparent zu machen, wurde auch eine eigene Homepage für die Gesundheitsregionplus Regensburg entwickelt. Unter www.gesundheitsregionplus-regensburg.de finden sich sowohl für Akteure im Gesundheitswesen als auch für interessierte Bürger*innen Informationen.

„Wir freuen uns, wenn das Projekt verlängert werden kann und sich erste Strukturen verfestigen können“ so Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Um regional passgenaue Lösungen zu entwickeln, bieten die Gesundheitsregionenplus in Bayern die idealen Rahmenbedingungen. Fachlich kompetente Akteure vor Ort kennen die Gegebenheiten und können so individuelle Ansätze entwickeln, welche die Region weiterbringt. 

Hintergrund:

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert die Einrichtung und den Betrieb einer Geschäftsstelle Gesundheitsregionplus mit bis zu 50.000 Euro jährlich. Die Geschäftsstellen haben die Pflichtaufgabe, die Handlungsfelder Gesundheitsförderung/Prävention und Gesundheitsversorgung zu bearbeiten. Ab der zweiten Förderphase kommt verpflichtend das Handlungsfeld Pflege neu dazu.

In Regensburg ist die Geschäftsstelle am Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mit Dienstsitz am Landratsamt angesiedelt. 

Kontakt:

Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus Regensburg

Dr. Simone Eckert

Tel.: 0941 4009 780

E-Mail: gesundheitsregionplus@landratsamt-regensburg.de 

Simone.Eckert@landratsamt-regensburg.de 

 

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