Wirtschaftsförderung und TRIO – Bindeglieder zwischen Firmen und ostbayerischen Hochschulen

Roland Weiß von der Wirtschaftsförderung am Landratsamt Regensburg (links) und Sandra Schwarz vom Hochschulverbund TRIO besuchten die Firma LI-EX, Pentling; Firmeninhaber Dipl.-Ing. Marco Friedrich erkläuterte den Gästen die Herausforderung einer optimalen Pflanzenbeleuchtung. Foto: Petula Hermansky/LRA
Roland Weiß von der Wirtschaftsförderung am Landratsamt Regensburg (links) und Sandra Schwarz vom Hochschulverbund TRIO besuchten die Firma LI-EX, Pentling; Firmeninhaber Dipl.-Ing. Marco Friedrich erkläuterte den Gästen die Herausforderung einer optimalen Pflanzenbeleuchtung. Foto: Petula Hermansky/LRA

23.07.2020 transferre kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt hinüberbringen. Genau zu diesem Zweck haben sich die ostbayerischen Hochschulen im Verbund Transfer und Innovation in Ostbayern (TRIO) zusammengeschlossen: zum Hinüberbringen von Ideen, Expertise und Technologien zwischen Hochschulen, Unternehmen und der Gesellschaft. Dabei kooperiert der TRIO-Verbund mit den Kammern und Unternehmensverbänden der Region, und auch das Sachgebiet Wirtschaftsförderung am Landratsamt Regensburg wird zunehmend ein wichtiger Partner. Eine Firma, der die Kooperation zugutekommt, ist beispielsweise LI-EX mit Sitz in Pentling.

Win-win-Situation

Im Team um Maria Politzka, Leiterin Sachgebiet Wirtschaftsförderung, sitzen die Kenner der hiesigen Betriebe. „Meine Aufgabe ist es, den Innovationsgehalt eines Gedankens, einer Idee zu erkennen“, präzisiert Roland Weiß von der Wirtschaftsförderung seine Rolle innerhalb des Transfer-Clusters. Hat er das, kommt Sandra Schwarz vom Hochschulverbund TRIO ins Spiel; sie ist die Fachfrau, wenn es darum geht, Betriebe mit forschenden Professoren und Professorinnen sowie/oder Studierenden in Kontakt zu bringen, Austausch zu fördern, Netzwerke aufzubauen.

LI-EX rückt LEDs ins rechte Licht

Im Landkreis Regensburg gibt es einen Unternehmer, der sich darauf versteht, Leuchtdioden, kurz LEDs, ins rechte Licht zu rücken: Dipl.-Ing. Marco Friedrich. Der Gründer der Firma LI-EX, die ausgeschrieben Licht-Experte bedeutet und ihren Sitz in Pentling hat, war bei OSRAM maßgeblich an der Entwicklung von LEDs beteiligt. Sein Interesse an und Wissen um die Halbleiter-Bauelemente macht Friedrich interessant für Einzelkunden und Firmen, die sich Lichter wünschen, die man nicht sieht. Und tatsächlich ist es so: „Gutes Licht sieht man nicht“, weiß der Ingenieur. So strahlen LI-EX-Lösungen nicht nur in deutschen Esszimmern, sondern lassen Häuserfassaden deutschlandweit in unterschiedlichen Farben erleuchten. Sicherlich immer wieder spannende Aufträge, aber kein Mehrwert für Forschung & Lehre sowie die Gesellschaft. Anders die Herausforderung einer optimalen Pflanzenbeleuchtung.

„Light-Wolf“ für zukunftsweisende Lichtlösungen

Nun ist es so, dass Marco Friedrich ein Meister seines Faches ist, ein „Light-Wolf“, wenn es um innovative Lichtlösungen geht. Er ist jedoch kein Biologe, der optimale Wachstumsbedingungen für Pflanzen erforscht. Gäbe es TRIO und die Wirtschaftsförderung nicht, ginge die Wahrscheinlichkeit gegen Null, dass sich Ingenieur Friedrich und Biologe X treffen und gemeinsam an dem Vorhaben „optimale Pflanzenbeleuchtung“ arbeiten. Aber es gibt die Kooperation Wirtschaftsförderung & TRIO, die genau da ansetzt, nämlich beim „Hinüberbringen“ von betriebswirtschaftlichen Ideen zum Forscherwillen – und umgekehrt. Sie sind die Nahtstelle für ein innovatives ostbayerisches Netzwerk. Sie sind die Schnittstellen zwischen Idee – Entwicklung – marktreifer Innovation. „Es geht um den bidirektionalen Transfer“, verdeutlicht Sandra Schwarz, die den Bedarf der Firmen an die Hochschulen transferiert und umgekehrt kluge, forschungsaffine Köpfe an die Firmen.

Von einer Alternative zur traditionellen Landwirtschaft

Vertical Farming, gibt Marco Friedrich die Idee, die seinen Geist seit Wochen beansprucht, preis. Die vertikale Landwirtschaft ist ein Begriff der Zukunftstechnologie, die eine tragfähige Landwirtschaft und Massenproduktion pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse in mehrstöckigen Gebäuden ermöglicht. Die Idee ist nicht neu, Vertical Farming wird bereits praktiziert. Der innovative Mehrwert, an dem LI-EX arbeitet, ist die Optimierung gegenwärtiger Prozesse. „Ich arbeite an der idealen Beleuchtung vom Samen zum Setzling“, konkretisiert Friedrich. De facto nichts Anderes als klassische Forschungsarbeit, die im besten Fall von mehreren klugen Köpfen, die sich mit ihrem Wissen gegenseitig ergänzen, getragen wird.

Mehrwehrt für alle

Von Tag zu Tag wächst die Weltbevölkerung. Die Vereinten Nationen erwarten 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen auf dem Globus. Das sind 1,9 Milliarden Menschen mehr als 2020. Um die Ernährung aller Menschen zu sichern, wird Vertical Farming weltweit eine bedeutende Rolle zugeordnet. Noch denkt Marco Friedrich bescheiden und peilt mit seiner Pflanzenbeleuchtung, sobald sie zu 100 Prozent ausgefeilt ist, den deutschen und niederländischen Markt an. Doch wer weiß, vielleicht wird aus einer regionalen Idee eine weltweite Lösung!?

Wirtschaftsförderung am Landratsamt Regensburg Die Wirtschaftsförderung versteht sich als Partner der Unternehmen im Landkreis Regensburg. Sie berät beispielsweise bei der Existenzgründung, informiert zu Investitionsfinanzierungen für Gründer, etablierte Unternehmen und Freie Berufe in Sachen Zuschüsse oder Förderkredite, sie vermittelt Gewerbeflächen und hilft Betrieben bei Nachfolgeregelungen. Abgerundet wird dieses Spektrum durch das Vorantreiben des Breitband- und Mobilfunkausbaus in der Region, um hier durch Innovation und Digitalisierung zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und altbewährte zu erhalten. Oberstes Ziel ist es, den erreichten Wohlstand allen Unternehmen und damit allen Bürgerinnen und Bürgern in gleichem Maße zur Verfügung zu stellen. Gerade hier sind Netzwerke, wie zum Beispiel mit TRIO, extrem wichtig, um die Talente und Potentiale der Landkreisfirmen zu fördern und in die richtigen Bahnen zu lenken.

Transfer und Innovation Ostbayern (TRIO) Transfer und Innovation Ostbayern (TRIO) ist ein Projekt der sechs ostbayerischen Hochschulen. Das Projekt wird aus dem Programm „Innovative Hochschule“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. TRIO sieht sich als Impulsgeber für Innovationen in Ostbayern. Ziel von TRIO ist es, Wissens- und Technologietransfer auszubauen und aktiv zu gestalten und den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in der Region zu verstärken. Die ostbayerischen Hochschulen planen dazu unter anderem, ihre Kompetenzen – schwerpunktmäßig im Bereich Digitalisierung – fächerübergreifend zu bündeln und transparent zu machen. Am Hochschulverbund TRIO beteiligt sind als Koordinatorin die OTH Regensburg, außerdem die OTH Amberg-Weiden, die TH Deggendorf, die Hochschule Landshut und die Universität Passau (wissenschaftliche Leitung); die Universität Regensburg ist Kooperationspartner.

Kategorien: Landratsamt, Landkreis, Regionalentwicklung

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