Jugendhilfe im Strafverfahren in Anspruch nehmen

Die Jugendgerichtshilfe (JGH) ist Bestandteil der Jugendhilfe. Sie wendet sich an die Altersgruppe der 14- bis 21-jährigen aus dem Landkreis, gegen die ein Ermittlungs- bzw. ein Strafverfahren eingeleitet wurde.

Die Grundlage bilden persönliche Gespräche mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ggf. auch mit den Eltern. Zum Verhandlungstermin wird der Betroffene begleitet und vorher über den Ablauf bzw. über mögliche Folgen informiert.

In der Regel berichtet die Jugendgerichtshilfe nach einem persönlichen Gespräch dem Jugendgericht und der Staatsanwaltschaft über die Entwicklung und Situation des jungen Menschen, gibt ggf. eine Einschätzung in Bezug auf die Anwendung des Jugend- oder Erwachsenenstrafrechts sowie einen Ahndungsvorschlag ab, der aus sozialpädagogischen Gesichtspunkten sinnvoll und angemessen erscheint.

Die vom Jugendgericht getroffenen Maßnahmen werden ebenfalls durch die Jugendgerichtshilfe begleitet. Die Jugendgerichtshilfe vermittelt, überwacht und kontrolliert die vom Gericht (auch von der Staatsanwaltschaft) erteilten Auflagen und Weisungen und teilt die Erledigung, aber auch Verstöße dem Gericht mit.

Voraussetzungen

Junge Menschen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren, gegen die ein Ermittlungs- bzw. Strafverfahren eingeleitet wurde.

Verfahrensablauf

  • Jugendgerichtshilfegespräch 
  • Erstellen eines Jugendgerichtshilfeberichts 
  • Teilnahme an der Jugendgerichtsverhandlung 
  • Vermittlung / Überwachung / Kontrolle von auferlegten Weisungen

Vereinbaren Sie einen Termin beim zuständigen Sachbearbeiter / Ansprechpartner per Telefon oder E-Mail. Ihren zuständigen Ansprechpartner finden Sie nebenstehend.

Erforderliche Unterlagen

  • evtl. Fragebogen zur Mitwirkung in Jugendgerichtsverfahren nach § 52 SGB VIII

 

Kosten

keine