Fachdienst für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF)

Das Team des Fachdienstes für unbegleitete minderjährige Flüchtlingeist zentraler Ansprechpartner für minderjährige Flüchtlinge, Bundespolizei, Jugendhilfeeinrichtungen und Vormünder.

Dieser Fachdienst hilft Kindern und Jugendlichen, welche ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind, sich in Deutschland zu integrieren und die nötige Unterstützung zu bekommen. Hier ist das Team unter anderem für die Koordinierung und die Durchführung von Hilfen zuständig.

Nach der Ankunft in Deutschland steht in der ersten Zeit das Bedürfnis, Schutz zu finden und die Befriedigung von Grundbedürfnissen im Mittelpunkt. Zeitgleich startet das Clearingverfahren, in welchem der Jugendhilfebedarf festgestellt wird und Perspektiven entwickelt werden. Darüber hinaus wird eine rechtliche Vertretung (Vormund) bestellt und eine geeignete Wohnform, welche auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet ist, gesucht.

In dieser Wohnform werden die minderjährigen Flüchtlinge auf ein eigenständiges Leben in Deutschland vorbereitet. Hier begleiten sie die Mitarbeiter des umF Fachdienstes im Rahmen der Hilfeplanung, in enger Zusammenarbeit mit den Vormündern, den Jugendlichen und professionellen Helfersystemen, wie Kinder- und Jugendpsychiatrie, Schulen, Integrationsamt uvm.

Weitere Aufgaben des umF Fachdienstes sind: 

  • Alterseinschätzungen und das Treffen von vorläufigen Schutzmaßnahmen (Inobhutnahme) 
  • Zusammenarbeit mit dem Familiengericht bezüglich Vormundschaften und Ruhen der elterlichen Sorge 
  • Familienzusammenführung innerhalb Europas 
  • Beratung bei Problemlagen 
  • Beratung zum Thema Integration und Vermittlung zu Beratungsstellen ( z.B.: Jugendmigrationsdienst, Integrationsamt, Asylsozialberatung uvm. ) 
  • Krisenintervention in Notsituationen 
  • Sicherstellung des Kindeswohles durch Überprüfung eingehender Meldungen von Kindeswohlgefährdungen 
  • Zusammenarbeit mit verschieden Stellen wie Sozialamt, Ausländeramt, BAMF, Integrationsamt uvm.

Das Team des umF Fachdienstes begleitet somit die Jugendlichen und Kinder von den ersten Tagen in Deutschland bis zum 18. Lebensjahr und wenn notwendig auch bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, um ein eigenständiges Leben und eine positive Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen.

Voraussetzungen

Kinder, Jugendliche und junge Volljährige unter 21 Jahren, welche ohne Eltern in Deutschland eingereist sind und um Asyl bitten.

Verfahrensablauf

  • Darstellung der Problemsituation bzw. Fragestellung
  • Beratung, Einleitung und Begleitung im Verfahren zur elterlichen Sorge
  • Sozialpädagogische und kulturelle Beratung 
  • Einleitung geeigneter und notwendiger Hilfen

Kosten

- keine -