Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit beantragen

Die Grundsicherung dient der Sicherung des Lebensunterhaltes bedürftiger Personen,
  • die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder
  • die nach dem 18. Lebensjahr aus medizinischen Gründen dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.

Die Grundsicherung orientiert sich am tatsächlichen Bedarf des Einzelnen. Sie stellt keine Zusatzrente dar, die in einer bestimmten vorher festgelegten Höhe gezahlt wird.
Sie ist einkommens- und vermögensabhängig.

Voraussetzungen

Grundsicherung wird nur auf Antrag gewährt. Die Leistungen orientieren sich am tatsächlichen Bedarf des Einzelnen und sind einkommens- und vermögensabhängig.

Wer bekommt Grundsicherung?
  • Personen ab dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in der Rentenversicherung
  • Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, die auf Dauer voll erwerbsgemindert sind.
Altersgrenze
Personen, die vor dem 01.01.1947 geboren sind, erreichen die Altersgrenze mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. Für Personen, die nach dem 31.12.1946 geboren sind, wird die Altersgrenze je nach Geburtsjahrgang bis auf das 67. Lebensjahr angehoben.

Verfahrensablauf

Es muss grundsätzlich ein entsprechender Antrag bei Ihrer Wohnsitzgemeinde oder direkt beim Landratsamt Regensburg, Sachgebiet „Soziale Angelegenheiten“ gestellt werden. Die Bearbeitung des Antrages erfolgt dann im Sozialamt des Landratsamtes Regensburg.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Gewährung von Sozialhilfe (sh. Formulare)
  • Persönliches Ausweisdokument
  • Einkommensnachweise (z. B. Rentenbescheide, Verdienstbescheinigungen, Leistungsbescheide anderer Behörden wie Arbeitsagenturen, Jobcenter, Kranken- und Pflegekassen)
  • Vermögensnachweise (z. B. Sparbücher, Festgeld-/Tagesgeld-/Girokonten, Bausparkonten, Lebensversicherungen, Kfz-Brief)
  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate
  • Ggf. Schwerbehindertenausweis
  • Mietvertrag / Mietbescheinigung bzw. Nachweise über die Kosten eines Eigenheims

Kosten

Das Verfahren ist kostenfrei.

FAQ

  1. Wie viel erhält der Antragsteller?
    Die Grundsicherung stellt keine Zusatzrente dar, die in einer bestimmten vorher festgelegten Höhe gezahlt wird. Sie ist einkommens- und vermögensabhängig.
    Die Leistungen nach dem IV. Kapitel des SGB XII setzen sich wie folgt zusammen:
    • Regelsatz
    • angemessene Miete
    • Krankenkassenbeitrag (soweit keine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung besteht)
    • Mehrbedarf bei Schwerbehinderung mit eingetragenem Merkzeichen "G" i.H.v. 17 % des jeweiligen Regelsatzes
    • Mehrbedarf bei kostenaufwändiger Ernährung in angemessener Höhe
    • die Erstausstattung für die Wohnung, einschließlich Haushaltsgeräte
    • die Erstausstattung für Bekleidung, einschließlich bei Schwangerschaft und Geburt
    • mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen
      Hilfen zum Lebensunterhalt in Sonderfällen
       
  2. Ist eigenes Einkommen einzusetzen?
    Die Grundsicherung ist einkommensabhängig. Alle Einkünfte wie Renten, Arbeitslosengeld, Unterhaltszahlungen, Zinsen und natürlich auch Arbeitslohn werden auf die Leistungen angerechnet. Bei Ehepaaren, eheähnlichen und partnerschaftsähnlichen Lebensgemeinschaften wird zudem das Einkommen der jeweiligen Partner mit berücksichtigt.
  3. Ist eigenes Vermögen einzusetzen?
    Die Grundsicherung ist vermögensabhängig. Sie haben jedoch als Grundsicherungsberechtigter einen Freibetrag in Höhe von 2.600,00 Euro. Soweit in Ihrem Haushalt Ehepartner und/oder Kinder leben, erhöht sich dieser Betrag entsprechend.
    Zum Vermögen zählen hierbei unter anderem Bargeld, Kraftfahrzeug, Wertgegenstände, Immobilien und geldwerte Rechte (z. B. Sparguthaben und Geldanlagen aller Art, Lebens- und Sterbegeldversicherungen).
  4. Ist das Einkommen der Kinder oder Eltern zu berücksichtigen?
    Im Grundsicherungsantrag müssen Sie Fragen zu Ihren Kindern und/oder Eltern beantworten. Unterhaltsansprüche, die Sie gegenüber Kindern oder Ihren Eltern haben, bleiben unberücksichtigt, sofern deren jährliches Einkommen unter einem Betrag von 100.000,00 Euro liegt. Bei Eltern gilt diese Grenze für beide Elternteile gemeinsam. Haben Kinder oder Eltern die Einkommensgrenze aber überschritten, werden diese zu Unterhaltsleistungen herangezogen.
  5. Kann Grundsicherung zusammen mit Wohngeld gewährt werden?
    Nein. Leistungen nach dem SGB XII (Grundsicherung) und dem Wohngeldgesetz schließen sich aus! Das heißt, Sie können entweder Grundsicherung oder Wohngeld beziehen.

Formulare und weiterführende Infos

Formulare

Weiterführende Informationen