Meldung vom 04.01.2019 12:23:14
Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert: Gartentipps für den Monat Januar
Regensburg (RL). Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Gartentipp Januar
Bildunterschrift: Frostige Gesellen (Foto: LRA/Sedlmeier).

Wer einen Garten besitzt, für den gehört der Wandel zum Jahreslauf. Auf welche klimatischen Veränderungen wir uns mit dem Wechsel der Jahreszeiten einstellen sollten, darum geht es diesen Monat.

Perioden mit ausgeprägter Sommertrockenheit
Bei Ersatz- und Neupflanzungen sollte darauf geachtet werden, dass die ausgewählten Stauden und Gehölze mit Trockenperioden gut zurechtkommen Den Boden durch Mulch vor Austrocknung schützen - am besten mit Pflanzenabfällen, die sich flächig zersetzen und so wieder in den Nähstoffkreislauf gelangen. Frühgemüse - zum Beispiel Erbsen und Bohnen - kommt der Trockenperiode zuvor. Wurzelgemüse kann sich aufgrund seiner Pfahlwurzeln lange selbst versorgen. Ein intensiv gepflegter Rasen braucht viel Wasser, die Anlage einer Blühfläche kann dagegen Zeit und Geld sparen. In Zisternen gespeichertes Regenwasser hilft bei der Wasserversorgung. Optimiert werden kann der Verbrauch durch Tröpfchenbewässerung mit Hilfe von Bewässerungssystemen.

Starkregenereignisse werden zunehmen. Daher den Boden bei Nässe nicht betreten, um Verdichtungen zu vermeiden, das steigert die Wasserhaltekapazität des Bodens. Um ein Auswaschen von Nährstoffen zu verhindern, sollten Beete mit Gemüsekulturen oder Gründüngung bis in den Winter hinein genutzt werden. Bodenabtrag kann mit einer schützenden Mulchdecke aus organischem Material minimiert werden. Das Material mindert die Aufprallenergie der Regentropfen und das Wasser sickert langsamer in den Boden.

Spätfröste richten größere Schäden an, da die Vegetationsperiode deutlich früher beginnt. Für früh blühende Obstbäume steigt die Gefahr, dass die gesamte Blüte durch Nachtfröste vernichtet wird. Im Hausgarten kann eine Abdeckung helfen. Bei Neupflanzungen kann man auf spät blühende Sorten ausweichen. Eine kleine Kronenform lässt sich leichter schützen, eine große Rolle spielt natürlich der Standort. Ein Spalierobstbaum kann diese Kriterien erfüllen: die Rückstrahlwärme einer Mauer erhöht die Temperatur, auch ein schützendes Vlies ist schnell angebracht.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941 4009-361, -362, -619.