Meldung vom 06.12.2017 13:02:59
Regionalmanagement des Landkreises organisiert erstmalig „Durchblickertour“ - Mit Einblick zum Durchblick – Schülerinnen und Schüler aus Regenstauf auf beruflicher Schnuppertour
Regensburg (RL). Rund 80 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen von Mittel- und Realschule Regenstauf hatten den schulfreien Buß- und Bettag genutzt, um sich einen ganzen Tag über verschiedene Ausbildungsberufe zu informieren .Organisiert worden war die berufliche Schnuppertour von Regionalmanagerin Johanna Bräu, die in dieser Aktion mehrere positive Effekte sieht: „Zum einen erhalten die Schülerinnen und Schüler einen realen Einblick in den praktischen Berufsalltag und können sich vor Ort ein Bild von einem potenziellen Ausbildungsberuf machen. Außerdem haben die Unternehmen der Region die Möglichkeit für ihre Ausbildungsberufe Werbung zu machen.“ Zudem eigne sich der Buß- und Bettag dazu noch in besonderer Weise, da an dem schulfreien Tag eine zusätzliche Betreuungsalternative für die Eltern geschaffen werde.

Zwischen drei unterschiedlichen Branchen-Touren konnten die Jugendlichen an diesem Tag wählen. In jeder Tour wurden drei bzw. vier Betriebe besucht, wobei vor allem die möglichen Ausbildungsberufe im Fokus der Aufmerksamkeit standen. Da am Buß- und Bettag in den Betrieben das normale Tagesgeschäft läuft, konnten die Teilnehmer einen realistischen Einblick in die praktische Arbeit der Fachkräfte gewinnen. Neben einer Tour durch drei Handwerksbetriebe standen noch Unternehmensbesuche in der Industrie- und Speditionsbranche sowie im Pflege- und Pädagogikbereich zur Auswahl. Alle drei angebotenen Touren waren gut gebucht. Mittags kehrten alle Schülergruppen zusammen bei den Eckert-Schulen ein, wo man sich bei einem gemeinsamen Mittagessen stärkte. Mitarbeiter und Dozenten der Eckert-Schulen stellten außerdem das vielfältige Angebot und Ausbildungsberufe des Bildungsträgers vor. Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen von den Laboren, in denen beispielsweise während der Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen-Angestellten viel Zeit verbracht wird.

„Handwerk braucht früh genug Nachwuchskräfte“

Peter Hegerl von der Schreinerei Hegerl GmbH in Hainsacker betonte, wie wichtig es sei, früh genug Nachwuchsfachkräfte zu gewinnen. „Die Betriebe werden nicht daran scheitern, dass zu wenige Aufträge hereinkommen, sondern daran, dass qualifizierte Nachwuchskräfte und somit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen“, betonte der Schreinermeister. Das Schreinerhandwerk sei mittlerweile mit hochmodernen CNC Maschinen ausgestattet, sehr vielschichtig, kreativ und biete auch viele Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln. Neben dem Schreinerbetrieb wurde außerdem die Druckerei Hofmann besucht und das Druckereihandwerk vorgestellt sowie ein weiterer holzverarbeitender Betrieb angefahren. In der Firma Aicher Holzbau konnten die Jugendlichen sehen, wie ein Holzhaus entsteht und teilweise selber mitplanen.

Völlig andere Eindrücke brachten die Teilnehmer der Tour „Pflege und Pädagogik“ mit nach Hause. „Ich hab immer gedacht, dass Menschen, die in der Altenpflege arbeiten, schwer heben müssen. Heute habe ich gelernt, dass es eine Reihe von technischen Hilfsmitteln gibt, die einem die Arbeit wirklich leichter machen,“ so eine Schülerin nach der Besichtigung des Caritas-Altenheims Hermann-Grötsch-Haus in Regenstauf. Pflegedienstleitung Hermann Pigerl erklärte, es sei wichtig zu zeigen, dass die Altenpflege keine Gewichtheberei ist. Die technischen Erungenschaften der letzten Jahre hätten das Arbeiten erleichtert und würden das auch zukünftig tun. Im Anschluss wurden noch das Thomas-Wiser-Haus und die Regensburger Werkstätten der Lebenshilfe in Lappersdorf angefahren. An beiden Stationen erfuhren die Teilnehmer, wie erfüllend die Arbeit mit Menschen ist.

Viele Facetten eines modernen Unternehmens

„In unserem Betrieb sind eigentlich fünf Unternehmen untergebracht“. Deshalb hatte die Stegerer Metallbau GmbH gleich für den ganzen Vormittag zu sich eingeladen. Geschäftsführer Ingo Lederer lag es besonders am Herzen, dass die Jungen und Mädchen möglichst viele Facetten eines modernen innovativen Unternehmens kennenlernen. Die Teilnehmerschaft war durchweg begeistert. Am Nachmittag stand dann die Donau-Speditionsgesellschaft Kießling auf dem Programm. Auch hier punktete das Unternehmen mit einer Bandbreite an verschiedenen Berufsbildern.

Regionalmanagerin Johanna Bräu erklärte: „Uns war bei der Planung wichtig, den zukünftigen Auszubildenden ein möglichst reales Berufsbild zu vermitteln.“ Für das nächste Jahr seien die Fördergelder aus dem Regionalmanagement für das Projekt bereits gesichert. Auch soll das Format auf den gesamten Landkreis ausgeweitet werden.

Ihr besonderer Dank galt den teilnehmenden Unternehmen und kooperierenden Schulen, die mit viel Einsatzbereitschaft und Engagement einen wesentlichen Teil zum Gelingen der Durchblicker-Tour beigetragen hätten.

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