Kommunales Energiemonitoring

Der Landkreis Regensburg verwaltet 23 projektgeeignete Gebäude in 13 Gebäudekomplexen. Bei mehreren Gebäuden, insbesondere Neubauten, wird die Wärme bereits aus alternativen Energiequellen bezogen bzw. selbst erzeugt, z. T. mit effizienter Kraft-Wärme-Kopplung, aus Hackschnitzeln sowie ihrer Verteilung über Nahwärmenetze.

Auf der Grundlage des Klimaschutzteilkonzepts für seine Liegenschaften hat der Landkreis Regensburg folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in die Wege geleitet: 

  • Versorgung sämtlicher Landkreisliegenschaften mit Öko-Strom (seit 01.01.2014) 
  • Prüfung und Optimierung der Beleuchtungskonzepte für alle Schulen des Landkreises und das Dienstgebäude Landratsamt 
  • Generalsanierung des Gymnasiums Neutraubling und der Dreifachturnhalle Regenstauf ab 2016 

Ein wichtiger weiterer Schritt zur Stärkung der Energieeffizienz wird im Bereich der Landkreisliegenschaften seit August 2015 verfolgt. Für die folgenden sechs Landkreis-Liegenschaften wird über einen Förderzeitraum von drei Jahren ein Energiemonitoring mit dem Ziel umgesetzt, Energieeinsparpotenziale zu ermitteln (Förderung durch die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Richtlinien zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen der Kommunen und anderer Körperschaften des öffentlichen Rechts (KlimR)): 

  • Realschule Regenstauf 
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Regenstauf 
  • Gymnasium Neutraubling 
  • Realschule Obertraubling 
  • Gymnasium Lappersdorf 
  • Dienstgebäude Landratsamt. 

Wesentliche Elemente des Energiemonitorings in den genannten Liegenschaften sind: 

  • Kontinuierliche EDV-mäßige Erfassung und Dokumentation der Energie- und Wasserverbräuche, 
  • Optimierung der Regelungseinstellungen, 
  • Erstellung von vierteljährlichen Energieberichten, Verbesserungsvorschlägen zur kontinuierlichen Optimierung des Energieverbrauchs für Wärme, Strom, Kälte, Lüftung und Warmwasser, 
  • Jahres-Energiebericht, 
  • Schulungen der haustechnischen Mitarbeiter und Gebäudeverantwortlichen und 
  • sinnvolle Investitionen in energieeffiziente Komponenten der eingesetzten Anlagen. 

Neu ist, dass der Landkreis bei Baumaßnahmen in die Verträge mit den haustechnischen Planungsbüros ein Energiemonitoring vereinbart, das nach Fertigstellung des Objekts einsetzt. Dadurch wird gewährleistet, dass die in der Planung angegebenen Energieverbräuche nicht überschritten bzw. Energieerträge auch tatsächlich erzielt werden. Es wird insbesondere Wert darauf gelegt, dass die gültigen Energieeinsparvorschriften nicht nur eingehalten, sondern deutlich bessere Werte erreicht werden.