Die Jugendbauhütte Regensburg zeigt ihre Arbeit

Adela Jones (links) und Stefan Aichner von der Jugendbauhütte Regensburg zeigen Landrätin Tanja Schweiger die Ausstellungsbanner. Fotonachweis: Sandra Adler/LRA
Adela Jones (links) und Stefan Aichner von der Jugendbauhütte Regensburg zeigen Landrätin Tanja Schweiger die Ausstellungsbanner. Fotonachweis: Sandra Adler/LRA

21.05.2021 Bei einer Ausstellung im Foyer des Landratsamts stellt die Jugendbauhütte Regensburg ihre Arbeit vor. Die Jugendbauhütte bietet jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst in der Denkmalpflege abzuleisten. Bis Ende Juni erfahren Besucher in der Ausstellung Hintergründe zum Freiwilligendienst und zu den bisherigen Denkmalprojekten, darunter die Restaurierung eines Gemeinschaftsbackhauses in Geyern.

Dieses Prestigeprojekt der Jugendbauhütte Regensburg ist sogar mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet worden. „Die Brennkammer war eingestürzt und musste komplett rekonstruiert werden“, erinnert sich Stefan Aichner, Leiter der Jugendbauhütte Regensburg. Auch die Arbeiten am Regensburger Burgfrieden oder die Rekonstruktion eines Römerhauses aus Scheunenabrissen und Lehm aus der Region sind in der Ausstellung zu sehen. Für die Cadolzburg entwarf die Jugendbauhütte ein historisches Fenster, das die Bayerische Schlösserverwaltung in einem der Erkersäle eingebaut hat. 

Das Projekt Jugendbauhütte ist vor zwanzig Jahren durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) als langjähriger Freiwilligendienst aufgebaut worden. Die Regensburger Jugendbauhütte gab seit ihrer Gründung 2009 mehr als zweihundert Jugendlichen die Möglichkeit, sich in der Denkmalpflege zu engagieren. Der Landkreis Regensburg fördert die Einrichtung von Anfang an. 

Viele Ehemalige sind inzwischen selbst im Denkmalschutz tätig

Landrätin Tanja Schweiger hält die Arbeit der Jugendbauhütte für sehr wertvoll: „Die Einrichtung gibt jungen Menschen nicht nur die Gelegenheit, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Sie sensibilisiert sie auch für den kulturellen Reichtum unserer Region, wenn sie sich intensiv und mit den eigenen Händen mit den alten Gebäuden befassen.“ Viele ehemalige Freiwillige sind inzwischen selbst Restauratoren, Archäologen oder Denkmalschützer und geben ihr Wissen nun an die nächste Generation weiter. 

Im Freiwilligen Jahr bekommen die Jugendlichen durch ihren Dienst in einer Einsatzstelle einen tieferen Einblick in Aufgaben der Denkmalpflege. Zu den Einsatzstellen gehören Institutionen der Archäologie, des Handwerks, der Restaurierung, Museen oder Denkmalpflegeeinrichtungen. Die Freiwilligen werden in den Institutionen als vollwertige Teammitglieder integriert und das ganze Jahr über auf das zukünftige Studium oder eine Ausbildung vorbereitet. 

Meldungen für das nächste Projekt im September jetzt möglich

Bei Bildungs- und Praxisseminaren kommen alle Freiwilligen der Jugendbauhütte Regensburg aus Bayern zusammen und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt oder lernen in Workshops alte Handwerkstechniken kennen. Für den nächsten Freiwilligenjahrgang plant die Jugendbauhütte Regensburg im September die Restaurierung einer Kapelle in Anger im Landkreis Regensburg. Dabei sollen die Freiwilligen die Dachhaut erneuern und die Außenputzarbeiten erledigen. Interessenten können sich melden unter fsj.denkmal.by@ijgd.de.

Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes zugänglich

Die Ausstellung über die Jugendbauhütte Regensburg im Landratsamt kann zu den allgemeinen Öffnungszeiten besucht werden: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, sowie Montag und Dienstag von 13 bis 15.30 Uhr und am Donnerstag von 13 bis 17.30 Uhr.

Weitere Informationen zu Kultur, Heimat- und Denkmalpflege im Landkreis Regensburg finden Sie hier.

 

Kategorien: Landkreis, Kultur