Gartentipps für den Monat Juli

Wasser im Garten - ein Platz zum Innehalten. Foto: Stephanie Fleiner
Wasser im Garten - ein Platz zum Innehalten. Foto: Stephanie Fleiner

28.06.2021 Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Nach einem kühlen Frühjahr hat uns jetzt die Hitze voll erwischt. Das bedeutet für uns: ab in den Garten unter einen schattigen Apfelbaum mit einem Glas Minz-Kracherl und einem schönen Gartenbuch (oder einer digitalen Plattform)! 

Schattenplätze im Garten werden immer wichtiger

Deshalb sollten auch solche Plätze mit geeigneten Pflanzen gestaltet werden, um sie noch heimeliger zu machen. Oft scheuen allerdings Gärtner/innen solche Plätze, da sie meinen, nur in der Sonne könnten schöne Blütenpflanzen gedeihen. Hier einige tolle Schattenpflanzen, die auch mit wenig Sonne schöne Blühakzente liefern: 

Eine beeindruckend große Blütenstaude ist der Waldgeißbart (Aruncus dioicus), der im Juni/Juli seine großen weißen Blütenstände leuchten lässt. Er ist absolut anspruchslos an Boden und Licht und braucht nicht viel Pflege. Durch seine Größe (bis zu zwei Meter Höhe) kann er jede Ecke schnell ausfüllen. 

Die Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium) wirkt trotz der geringeren Höhe (bis zu 60 Zentimeter) eher zierlich und passt gut mit den wandernden Akeleien zusammen. Ihre feinen weiß-rosa Blütenbüschel schweben gleichsam über dem Blatt. Auch sie hat keine besonderen Ansprüche. 

Viele der Funkien-Arten (Hosta) entwickeln sich zu prächtige bodendeckenden Kissen. Sie zählen zu den Blattschmuckstauden, da neben der Blüte im Juni/Juli die glänzenden Blätter in den verschiedensten Schattierungen bis in den Herbst hinein verzaubern. Aufgrund ihrer fleischigen Wurzelorgane vertragen sie auch längere Trockenperioden im Sommer. Die Blütenfarben reichen von Weiß bis hin zu Violett. 

Einen besonderen Blütenaspekt liefert der Salomonsiegel (Polygonatum multiflorum). Seine weißen Glockenblüten hängen wie übergroße Tropfen am belaubten Stiel nach unten. Auch diese Staude eignet sich sehr gut – ähnlich der Funkie – für eine dichte Bodendeckung. Und auch sie ist sehr trockenheitsverträglich. 

Gut zum Salomonsiegel passt die Sterndolde (Astrantia major). Die weißen Blüten erinnern wirklich an zart gefüllte, strahlenreiche Sterne. Bei dieser Art gibt es mehrere Sorten mit rosa gefärbten Blüten. Alle eignen sich auch für ganz schattige Bereiche. 

Gehen wir bei den Wuchshöhen noch einen Schritt tiefer – zu den sogenannten Bodendeckern – dann gibt es auch hier eine Fülle an tollen Pflanzen. Sehr früh schon in der Blüte steht ab März die Elfenblume (Epimedium). Ihre gelben bis tiefroten Blütenstände schweben wirklich fast ohne Stütze – wie Elfen - über den schön gezeichneten Blättern. Und auch nach der Blüte schmückt das Laub den Boden bis zu den ersten Frösten im Herbst. Manche Arten lassen die Blätter sogar über den Winter leuchten. 

Gehen Sie – unter Ihrem Schattenbaum – einfach mal auf die Suche nach weiteren Schattenpflanzen. Sie werden eine große Vielfalt mit verschiedensten Gestaltungsmöglichkeiten finden. Wir beraten Sie dazu gerne. 

Für weitere Auskünfte steht das „Garten Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen aus dem Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege finden Sie hier

Schattenplatz im Kreislehrgarten - ein Ort der Entspannung. Foto: Stephanie Fleiner
Die Astilbe - sie liebt den Schatten. Foto: Stephanie Fleiner

Kategorien: Landkreis, Gartentipps