Gartentipps für den Monat März

Krokusse begrüßen den März, Foto: Josef Sedlmeier
Krokusse begrüßen den März, Foto: Josef Sedlmeier

01.03.2021 Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind:

Mit dem Monat März beginnt für uns Gärtner die Freilandsaison. Allerdings erst, wenn der Boden ausreichend warm und bearbeitbar ist. Die meiste Freude kommt jetzt im Gemüsegarten auf uns zu. Die Beete müssen für die Ansaat und Pflanzung vorbereitet werden. Richtige Bodenpflege – vor allem in Zeiten von Trockenheit und Hitze – ist die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche und gesunde Ernte. Das wichtigste ist die richtige Art der Bodenlockerung. Hier gilt: Boden lockern aber nicht umwerfen! Das heißt, der Spaten hat Pause. Sie benötigen eher einen Sauzahn, Gartenkreil oder eisernen Rechen für eine „nichtwendende“ Bodenbearbeitung. Damit wird das Bodenleben geschont und zu schnelles Austrocknen verhindert. Zur Humusanreicherung und Nährstoffversorgung kann eine Gabe Kompost (maximal fünf Liter Kompost auf den Quadratmeter) oberflächlich mit eingearbeitet werden. Wer genau wissen will, wieviel Dünger der Boden braucht, sollte eine Bodenprobe nehmen und auf Nährstoffe untersuchen lassen. Das kostet keine 20 Euro und hilft enorm für das Düngemanagement der nächsten Jahre. Generell erspart die vernünftige Verwendung von Kompost jede weitere Form von Düngern im Gemüsegarten. 

Im Blumengarten können jetzt erste Stauden (mehrjährige Blumen) gepflanzt werden. Dabei sollten Stauden gewählt werden, die auch mit längerer Trockenheit gut zurechtkommen. Typische Beispiele sind Kaukasusvergissmeinnicht, Blutstorchschnabel, Brandkraut, Fetthenne, Wolfsmilch, Ehrenpreis, Spornblume und Elfenblume. Jetzt ist auch die beste Zeit, die verdorrten Blatt- und Blütenstände vom Vorjahr zurückzuschneiden. Bei Ziergräsern kann der Winterschutz entfernt werden. 

Bei Obstgehölzen ist es Zeit für den Frühjahrsschnitt. Der ist allerdings nur sinnvoll, wenn ein kräftiges Wachstum des Gehölzes gewünscht wird. Große Eingriffe sollten auf den Sommer verschoben werden. Ideal ist ein Schnitt bei den Beerensträuchern (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren). Alles alte abgetragene Holz wird vollständig entfernt, um den kräftigen neuen Trieben Platz zu machen. 

Der Rasen sollte erst gemäht werden, wenn er schon kräftig im Wachstum ist. Ein zu frühes Mähen schadet eher der Gesundheit der Gräser. Rasenschäden durch Pilze oder Witterungseinflüsse besser erst im Mai ausbessern. Da wächst die Neuansaat schneller an. 

Überwinterte Kübelpflanzen können schon mal in der Nähe des Hauses außen geparkt werden. Vorsichtshalber sollte aber ein Vlies zum Abdecken bei drohenden Nachtfrösten bereitgehalten werden.

Freuen Sie sich an den ersten Frühlingsboten im Garten, seien es Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und Narzissen und bleiben Sie gelassen! 

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Garten-Team“ im Landratsamt, Telefon: 0941 4009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt finden Sie hier.

 

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