Gartentipps für den Monat Mai

Rhododendron-Blüte in Ramspau. Foto: Christine Gietl
Rhododendron-Blüte in Ramspau. Foto: Christine Gietl

04.05.2021 Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Folgt man den Wettervorhersagen, so bleibt auch der Mai in der ersten Hälfte noch relativ kalt, die Gefahr von Nachtfrösten ist ja eh erst um die Monatsmitte mit den Eisheiligen vorbei. Dann dürfen auch die vorgezogenen Jungpflanzen von Tomate, Gurke oder Zucchini endlich ins Freie umziehen. Aber Vorsicht: Sie müssen sich erst an die intensivere Sonneneinstrahlung und die größeren Temperaturschwankungen gewöhnen. Also jetzt schon mal abhärten, bevor die endgültige Pflanzung ins Beet erfolgt.

Mit den wärmeren Tagestemperaturen kommt es auch zu einem ersten Blütenhöhepunkt im Garten. Obstbäume strahlen mit Ziergehölzen um die Wette und die Frühlingsblüher im Staudenbeet konkurrieren mit den Gänseblümchen im Rasen. Sogenannte Vorfrühlingsblüher, wie beispielsweise Krokusse, Schneeglöckchen oder Winterling, haben ihre Hauptblütezeit schon hinter sich und ziehen sich bereits wieder unter die Erde zurück. Wer vorhat, die Bestände zu teilen oder umzupflanzen, sollte sich jetzt die Stellen markieren, an denen sie wachsen. Erst nach vollständigem Einzug der Blätter werden sie dann im Sommer ausgegraben und verpflanzt.

Wenn die Tagestemperaturen steigen, aber die Niederschläge fehlen, ist das Gießen gleich wieder eine der wichtigsten Arbeiten im Garten. Machen Sie sich Notizen, welche Bereiche oder Pflanzen am meisten unter der Trockenheit leiden. Vielleicht ist es an der Zeit, diese Bereiche im kommenden Herbst neu zu bepflanzen mit trockenheitsresistenten Arten. 

Nach den Eisheiligen dürfen auch frostempfindliche Kübelpflanzen wieder dauerhaft ins Freie. Auch hier gilt: Langsam an die intensive Sonneneinstrahlung gewöhnen, um Sonnenbrand zu verhindern. Ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen ist bei begrenztem Wurzelraum wichtig und deshalb freuen sich Kübelpflanzen über eine Portion neues Substrat. Wenn ein Umtopfen in einen größeren Topf nicht mehr möglich ist, kann man auch vom bestehenden Wurzelballen die äußeren Wurzeln ringförmig mit glattem Schnitt entfernen und so wieder Platz für frisches Substrat schaffen. Alternativ bringt Flüssigdünger die erforderlichen Nährstoffe für gesundes Wachstum und Blütenfülle.

Ziersträucher, die bereits abgeblüht sind – wie zum Beispiel die Forsythie – werden am besten jetzt geschnitten. Ein gezieltes Herausnehmen von ein bis zwei der ältesten Triebe an der Basis verhindert auf Dauer das Vergreisen des Strauches und regt den Austrieb junger frischer Triebe an.

Für weitere Auskünfte steht das Garten-Team im Landratsamt, Telefon 0941 4009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

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