Landkreis führt ebenfalls Sonderimpfaktionen durch – aber unter Beibehaltung der Impfreihenfolge

Landratsamt Neubau - Außenaufnahme in der Dämmerung

12.04.2021 Wegen Meldungen aus anderen Landkreisen und Städten über dort durchgeführte Sonderimpfaktionen mit Astrazeneca unter Aussetzung der Priorisierung kam am heutigen Montag die Frage auf, ob dies auch im Landkreis Regensburg geplant wäre. Die Antwort lautet nein, momentan sind keine Sonderimpfaktionen mit dem Impfstoff von Astrazeneca, die unter Ausklammerung der Priorisierung stattfinden, geplant. Und zwar deshalb, weil die Impfstoffkapazitäten von Astrazeneca von den vier Impfzentren des Landkreises auch im Regulärbetrieb – also unter Beachtung der Priorisierung – verimpft werden können.

Hierfür wurden zum einen die Impfkapazitäten an den Impfzentren in letzter Zeit nochmals deutlich erhöht, beispielsweise auch durch zusätzliche Impfzeiten an Wochenenden. Zum anderen wurden gezielt Personengruppen angesprochen, die der Priorisierungsstufe 2 angehören, beispielsweise Feuerwehrdienstleistende, die im Rahmen des Einsatzes regelmäßig als Einsatzkräfte direkten Kontakt haben. So werden am kommenden Wochenende im Impfzentrum Hemau 1.000 Impflinge der Prio 2, überwiegend Feuerwehrdienstleistende, mit Astrazeneca geimpft, die hierfür – wenn sie unter 60 Jahre alt sind – ihre Einwilligung erklärt haben. Mit weiteren 600 Zusatzimpfungen in den Impfzentren Schierling und Wörth/Donau werden am nächsten Wochenende somit insgesamt 1.600 Impfungen mit Astrazeneca erfolgen. Insofern finden auch im Landkreis Regensburg Sonderimpfaktionen statt, aber eben unter Einhaltung der Impfreihenfolge.

„Mit Rücksicht auf die zahlreichen Impfwilligen der Priorisierungsstufe 2, die bisher aus Kapazitätsgründen noch nicht geimpft werden konnten, möchten wir aus Gründen der Fairness und Gerechtigkeit die Priorisierung weiterhin strikt einhalten“, so der Ärztliche Leiter der Landkreis-Impfzentren, Dr. Andreas Piberger. „Die mehrfache Änderung der Vorgaben für Astrazeneca macht die Impfkampagne schwieriger. Wir sind aber dennoch davon überzeugt, mit einem durchdachten Impfmanagement auch diesen Impfstoff unter Beibehaltung der Priorisierung zum Einsatz bringen zu können.“

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