Landkreis will Mitglied in der "Arge fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern" werden

22.07.2021 Der Landkreis Regensburg beantragt die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V.“ (AGFK). Dies beschloss der Kreisausschuss unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger in seiner Sitzung am 20. Juli. Damit setzt der Landkreis seine Strategie hin zu einer fahrradfreundlichen wie alltagstauglichen Fahrradinfrastruktur konsequent fort.

Im März 2020 wurde der Abschlussbericht des Mobilitätskonzeptes Radverkehr veröffentlicht, dem ein breit angelegter Beratungs- und Abstimmungsprozess voranging. Der Kreistag hatte dann am 6. Oktober 2020 die schrittweise Umsetzung des Mobilitätskozeptes beschlossen. Seit April diesen Jahres begleitet mit Magdalena Geitner eine „Klimaschutzmanagerin für den ‚Bereich Radverkehr“ die Umsetzung der Maßnahmenvorschläge als eine von vielen weiteren Aufgaben zum Ausbau des Alltagsradverkehrs. Wie Landrätin Tanja Schweiger in der Sitzung des Kreisausschusses feststellte, sei die nun beantragte Mitgliedschaft des Landkreises in der AGFK ein folgerichtiger weiterer Baustein in dem Bemühen des Landkreises, den Radverkehr zu einem zentralen Bestandteil eines zukunftsorientierten und klimagerechten Mobiltätsangebotes für die gesamte Region Regensburg zu machen.

Dem Mitgliedsantrag des Landkreises folgt im nächsten Schritt eine eintägige Vor-Ort-Bereisung durch Vertreter der AGFK. Fällt diese im Sinne der Zielsetzungen des AGFK positiv aus, erfolgt ein Beschluss des AGFK-Vorstandes für eine vorläufige Aufnahme des Landkreises in den Verein. In den dann folgenden vier Jahren findet eine sogenannte Hauptbereisung statt. Eine Kommission wird dabei ermitteln, ob der Landkreis die Aufnahmekriterien erfüllt. Bei einem positiven Votum wird dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr die Auszeichnung des Landkreises als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ vorgeschlagen.

Die Aufnahmekriterien der AGFK für Landkreise finden Sie hier 

Hintergrund zum aktuellen Sachstand der Umsetzung des Mobilitätskonzeptes:

Das Mobilitätskonzept Radverkehr ist die konzeptionelle Grundlage für die zukünftigen Planungen im Bereich Alltagsradverkehr. Hierfür wurden mit dem Konzept verschiedene bauliche, nicht-bauliche und punktuelle Maßnahmen zur Umsetzung vorgeschlagen. Mittlerweile können auch bereits einige Fortschritte und abgeschlossene Umsetzungen verzeichnet werden. So zum Beispiel der Neubau von Radwegen entlang der Kreisstraßen R10, R17, R39 und R4. Auch die anderen Baulastträger sind nicht untätig. So hat zum Beispiel auch das Staatliche Bauamt Regensburg bereits mit der Planung und Umsetzung einzelner Maßnahmen begonnen (an der Staatsstraße 2149 wurde ein neuer Radweg gebaut). Auch einige Kommunen sind mitten in den Planungen oder Umsetzungen zu Maßnahmen aus dem Konzept. Der Landkreis hat bis dato bereits fünf Maßnahmen umgesetzt und befindet sich bei 15 Maßnahmen in der Planung beziehungsweise hat hier mit Planungen zur Umsetzung begonnen. Ab sofort kann auf der Internetseite des Landkreises in einer interaktiven Karte  auch der aktuelle Sachstand und Informationen zu den einzelnen Maßnahmen abgerufen werden.

Kategorien: Landkreis

Fahrrad-Symbolbild Fotalia
Fahrrad-Symbolbild Fotalia