Neue Klimaschutzmanagerin für den Radverkehr vorgestellt

Landrätin Tanja Schweiger begrüßte Magdalena Geitner, die neue Klimaschutzmanagerin für den Radverkehr im Landkreis Regensburg. Foto: Beate Geier
Landrätin Tanja Schweiger begrüßte Magdalena Geitner, die neue Klimaschutzmanagerin für den Radverkehr im Landkreis Regensburg. Foto: Beate Geier

09.06.2021 Seit 1. April ist Magdalena Geitner, Bachelor of Arts Geographie, die neue Klimaschutzmanagerin für den Radverkehr im Landkreis Regensburg. Erfahrung sammelte Geitner bereits als Projektkoordinatorin des LEADER-Kooperationsprojektes im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim bei der Umsetzung und Beschilderung eines kombinierten Alltags- und Freizeitwegenetzes.

„Unser erklärtes Ziel des Klimaschutzmanagements für den Radverkehr ist die Nutzung des Rades auch im Alltag flächendeckend zu fördern. Das Radwegenetz soll zukunftsorientiert ausgebaut werden, um den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen weiter steigern zu können“, so Landrätin Tanja Schweiger. 

Magdalena Geitner geht motiviert an ihr neues Aufgabengebiet heran und hat sich nach zwei Monaten schon sehr gut eingearbeitet: „Das Rad als Verkehrsmittel für die täglichen Wege müsse einfach wieder stärker ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rücken. Und es müssen die Vorteile im Alltag herausgestellt werden: Da wäre das Einkaufen ohne Parkplatzsuche, das Angebot von Bike + Ride sowie eine bessere Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes.“ Dass ganz nebenbei auch die Bewegung Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat, dürfte allgemein bekannt sein. Auch bedeute ein gut genutzter Radweg Klimaschutz, das sollte nach ihrer Meinung nicht unbedacht bleiben. 

Interkommunale Zusammenarbeit 

Durch den Aufbau eines Radverkehrs-Netzwerks soll eine langfristige interkommunale Zusammenarbeit etabliert werden. Unter Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie der Bürgerinnen und Bürger soll damit auf eine bedarfsgerechte Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur im Gesamten hingewirkt werden. Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie Mobilitätsberatungen in Unternehmen und Schulen soll die Nutzung des Fahrrads für den Alltagsradverkehr gefördert sowie die Verknüpfung (zum Beispiel Park+Bike) der verschiedenen Verkehrsarten für intermodale Wege weiter verbessert werden. 

Umfangreiche Aufgabenbereiche 

Vorrangige Aufgabe der Klimaschutzmanagerin ist die Umsetzung, Entwicklung und Koordinierung eines Wegweisungssystem, das die bewährten Radverkehrsrouten verbessert und fortführt. Dabei unterstützt sie die Gemeinden darin, Lösungen zu finden oder zeigt Alternativen auf. Das Teilklimaschutzkonzept „Mobilitätskonzept Radverkehr für den Landkreis Regensburg“ bildet die konzeptionelle Grundlage für die Alltagsradwegeplanung im Landkreis. Es definiert ein landkreisweites durchgängiges Zielnetz für den Alltagsradverkehr mit einer Länge von 887 Kilometern und enthält Empfehlungen für 128 Neu- und Ausbaumaßnahmen, 130 punktuelle und 37 nicht-bauliche Verbesserungen zur Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis. 

Weiter berät die Klimaschutzmanagerin die landkreisangehörigen Kommunen über Finanzierungsmöglichkeiten sowie Fördermittelakquise, sie vermittelt zwischen den jeweils zuständigen Baulast- und Aufgabenträgern oder bei gemeinschaftlichen Beschaffungen. 

Landkreis und Gemeinden machen sich gemeinsam auf den Weg 

Dem Landkreis gelang es, 41 Kommunen von einem Konzept zu überzeugen: Im März 2019 fiel der Startschuss für die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für den Alltagsradverkehr im Landkreis Regensburg. Bisher ist schon viel umgesetzt worden. Von punktuellen Maßnahmen bis hin zu einer Streckenplanung gehen die Möglichkeiten. Nicht immer müssen extra Radwege gebaut werden. Manchmal reichen kleine Veränderungen in der Streckenführung oder eine Überquerungshilfe an einer vielbefahrenen Straße, um das Radfahren im Alltag attraktiv zu machen. Bisher wurden tatsächlich landkreisweit 15 Maßnahmen abgeschlossen. 36 Maßnahmen werden konkret geplant und weitere 34 befinden sich im Stadium der ersten Überlegungen. „Das ist wirklich eine erfreuliche Entwicklung“, meint Magdalena Geitner. 

Das Klimaschutzmanagement für den Radverkehr wird durch Kommunalrichtlinie (Förderbereich 2.07.1 Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement) beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Der Bewilligungszeitraum begann am 1. April 2021 und endet zum 31. März 2023.

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