Pragmatischer Umgang mit der Maskenpflicht

Das Gesundheitsamt Regensburg rät zu einer pragmatischen Handhabung der Masken-Pflicht in der Schule. Foto: ©Vasyl - stock.adobe.com
Das Gesundheitsamt Regensburg rät zu einer pragmatischen Handhabung der Masken-Pflicht in der Schule. Foto: ©Vasyl - stock.adobe.com

20.05.2021 Alle Schülerinnen und Schüler müssen im Schulgebäude einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach den Pfingstferien ist für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske auf dem gesamten Schulgelände (einschließlich Unterrichtsraum) verpflichtend. Um dies im Schulalltag praxisgerecht und alltagstauglich umsetzen zu können, hat das Gesundheitsamt Regensburg bereits im Herbst letzten Jahres folgende Empfehlungen ausgesprochen, die über das Staatliche Schulamt an alle Grundschulen im Landkreis weitergegeben wurden. Diese Empfehlungen – angepasst an die aktuellen Entwicklungen – möchte das Gesundheitsamt nochmals in Erinnerung rufen.

Generell gilt weiterhin auch nach den Pfingstferien an allen Schulen eine Maskenpflicht. Die Maskenpflicht betrifft das gesamte Schulgelände; sie umfasst – neben dem Klassenzimmer – auch alle anderen sich auf dem Schulgelände befindenden Räume und Begegnungsflächen (wie etwa Unterrichtsräume, Fachräume, Lehrerzimmer, Turnhallen, Flure, Gänge, Treppenhäuser, im Sanitärbereich, beim Pausenverkauf, in der Mensa, während der Pausen und im Verwaltungsbereich); dazu zählen auch der Pausenhof und Sportstätten im freien Schulgelände. Auch während schulischer Abschlussprüfungen sind Masken zu tragen.

Im Vergleich zu den bisher gültigen Regeln besteht ab dem 7. Juni 2021 zudem für alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. Im Gegensatz dazu können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 bis 4 zwar wie bisher die sogenannten Alltags- oder Community-Masken im Schulgebäude nutzen, allerdings empfiehlt das Gesundheitsministerium auch für diese Kinder das Tragen medizinischer Masken („OP-Maske“). Diese sind im Handel zunehmend auch in Kindergrößen erhältlich. Die Eltern werden gebeten, auf einen korrekten Sitz zu achten.

Schülerinnen und Schüler müssen Tragepausen/Erholungsphasen gestattet werden. So können Schülerinnen und Schüler die MNB auf den Pausenflächen abnehmen, wenn für einen ausreichenden Mindestabstand (mind. 1,5 m) zwischen ihnen gesorgt ist. Auch während einer effizienten Stoßlüftung des Klassen- bzw. Aufenthaltsraums kann die MNB am Platz abgenommen werden. Ebenso können die Kinder die Masken auch zur Nahrungsaufnahme bzw. zum Trinken abnehmen – auch hierbei sollte auf effizientes Lüften (in den Klassenräumen) bzw. auf den Mindestabstand von 1,5m (im Freien) geachtet werden. Durch das korrekte Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung trägt jedes einzelne Kind dazu bei, das Risiko einer Ansteckung für seine Mitschülerinnen und Mitschüler sowie für die Lehrkräfte zu reduzieren.

Hier geht es direkt zu den aktuell gültigen FAQs zum Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen auf der Homepage des Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus. 

Hintergrund:
Entscheidung des VGH bestätigte pragmatische Umsetzung
Der Bayerischen Verwaltungsgerichtshof hatte am 10.11.2020 zwar einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht an Schulen in Bayern abgelehnt. Dennoch, so der VGH, sei die entsprechende Vorschrift so auszulegen, dass für die Schülerinnen und Schüler im Freien und unter Einhaltung des Mindestabstands die Möglichkeit zu Tragepausen bestehen müsse. Landrätin Tanja Schweiger sah durch die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs ihre Einschätzung bestätigt, dass es bei der Maskenpflicht an Schulen (eben) einer differenzierten Betrachtung bedürfe. Auch der Verwaltungsgerichtshof sehe nach Abwägung der verschiedenen Rechtsgüter einen kategorischen und keine Ausnahmen möglichen Maskenzwang nicht als verhältnismäßig an. Vielmehr dürfe es Tragepausen geben, beispielsweise bei Pausen im Freien.
Auch Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo hatte klargestellt, dass es Schülerinnen und Schülern erlaubt sei, ihre Masken auf den Pausenflächen abzunehmen, wenn für einen ausreichenden Mindestabstand zwischen den Schülerinnen und Schülern gesorgt sei. Gleiches gelte während einer Stoßlüftung im Klassenzimmer.

 

 

 

Kategorien: Landkreis, Coronavirus