Zeitlarner Jugend „on air“ mit YouTube und dem Kanal „JuZ-macht“

Gemeindejugendpfleger Florian Hirschauer (vorne rechts) mit seinem Team: (v.l.) Sonja Schwarz, Moritz Zilbauer und Daniel Scheuer. Foto: F. Hirschauer
Gemeindejugendpfleger Florian Hirschauer (vorne rechts) mit seinem Team: (v.l.) Sonja Schwarz, Moritz Zilbauer und Daniel Scheuer. Foto: F. Hirschauer

04.02.2021 Die Gemeindejugendarbeit Zeitlarn (JuZ) in Präsenzform wurde durch die Corona-Maßnahmen sehr eingeschränkt. Seit 1. Dezember 2020 hat der Jugendtreff geschlossen und eine Öffnung steht bisher noch nicht in Aussicht. Bereits im Herbst, also vor dem zweiten Lockdown, hatten sich die Jugendtreff-Besucher einen eigenen YouTube-Kanal gewünscht. Diese Idee wurde mittlerweile – wenn auch anders als zuerst vorgesehen – umgesetzt und stößt auf große Resonanz.

Ursprünglich sollte dieser Kanal mit Videos aus der täglichen Arbeit im Jugendtreff in Zusammenarbeit mit Jugendlichen bespielt werden. Das Team um Gemeindejugendpfleger Florian Hirschauer mit Sonja Schwarz, Moritz Zilbauer und Daniel Scheuer griff diesen Wunsch auf und reagierte Lockdown-bedingt mit einer neuen Idee. Mit Erfolg! Bereits in der Vorweihnachtszeit erschien auf YouTube ein Adventskalender mit einem täglichen Fenster als Videoformat. „In der Jugendarbeit ist die Beziehungsarbeit mit den jungen Leuten das Kernelement“, erklärt Hirschauer. „Wir werden über digitale Plattformen weiterhin den Kontakt mit den Jugendlichen halten.“ Sehr schnell kristallisierte sich nämlich heraus, dass sich die Kinder und Jugendlichen gerne daran beteiligen möchten.

Mit der Podcastreihe „JuZ macht“ möchte die Jugendarbeit in Zeitlarn den Jugendlichen ein Sprachrohr bieten, ihre Meinungen hören und diese weitertragen. „Gerade in der momentanen Situation brauchen Jugendliche außerhalb des Elternhauses und der Schule eine Plattform, um sich austauschen zu können“, so Hirschauer. In Studien zur Corona-Situation von Jugendlichen hätten über zwei Drittel der Jugendlichen angegeben, nicht gehört zu werden. Vor der Schließung des Jugendtreffs hätten viele Kinder und Jugendliche den Kontakt zu den Jugendarbeitern vor Ort gesucht, um zu aktuellen oder jugendrelevanten Themen eine Meinung oder Auskunft zu bekommen, weiß der Gemeindejugendpfleger.

Der erste Podcast von „JuZ-macht“ erschien bereits am 25. Januar mit dem Thema „Ungehört vs. unerhört: Jugendliche in der Corona-Zeit“. Zu Gast war die Jugendbeauftragte und Grundschullehrerin Birgit Bolland.

Seither erscheint jeweils Montagabend in regelmäßigen Abständen ein Beitrag mit und für junge Menschen auf dem YouTube-Kanal. Zu den Aufnahmen sind jeweils drei Jugendliche zugeschaltet.

Im nächsten Podcast am Montag, 8. Februar, geht es um das Thema „Beziehungsarbeit in der Jugendarbeit: Was bleibt, wenn Persönliches wegfällt“.

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